Beiträge mit Schlagwort ‘PSN’

Papo & Yo – Meine Parabel und Ich

In der aktuellen Spiele-Landschaft ist ein offensichtlicher Trend zu erkennen: Es erscheinen vermehrt Spiele, die mehr Emotionen in mir wecken zu vermögen, als den reinen Spaß am Spiel. Spiele, die unangenehme, ernstere Töne anschlagen. Es sind Spiele von Entwicklern, die “Unterhaltung für Erwachsene” meinen, aber dabei nicht automatisch an mehr Blut und überbordende Gewalt denken. Es sind Projekte wie das “The Walking Dead“-Adventure von Telltales, Spec Ops: The LineJourney oder aktuell das PSN-exklusive Indie-Spiel Papo & Yo.

Das Debüt von Minority Media hat mich berührt und zum Nachdenken angeregt, denn Studio-Gründer Vander Caballero verarbeitet in diesem ca. 3-4 Stunden dauernden Puzzle-Plattformer seine Kindheit mit einem alkoholsüchtigen Vater. Im Gegensatz zum eher träumerischen und für alle Interpretationen offenen Journey legt Caballero von der ersten Sekunde an klar auf den Tisch, um was es ihm geht.

Das hat mich berührt, aufgewühlt und zum Nachdenken gebracht, auch über meine eigene Kindheit. Meinen Text zu diesem PSN-Titel gibt es auf superlevel.de.

(Und wenn es gut läuft, demnächst ein Interview mit Caballero im Podcast).

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I am alive

i am alive

Die Geschichte um die Entwicklung von I am alive ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Angekündigt im Jahr 2008 und durch einen kleinen Marketingtrick als das neue Spiel von Assassin’s Creed-Produzentin und Branchen-Superstar Jade Raymond präsentiert, blieb es danach lange ruhig um das Spiel. Beziehungsweise waren das Einzige, was man mitbekam, Probleme in der Entwicklung und etliche Verschiebungen. Drei Jahre lang werkelten die Programmierer von Darkworks an dem Titel, bis Ubisoft den Stecker zog und beschloss, das Spiel im hauseigenen Shanghai-Studio selber zu Ende zu bringen.

Auch wenn das postapokalyptische Survival-Grundsetting noch zu erkennen ist – aus dem legendären E3-Trailer von 2008 ist außer dem Schriftzug nichts mehr wiederzuerkennen. Das groß angelegte „Triple A“-Projekt wurde schlussendlich zu einem Xbox-Live-Arcade-Spiel, welches nun im Rahmen der House Party 2012 am 7.3.2012 erschien. Was daraus geworden ist, könnt ihr drüben bei Polyneux lesen, wo ich ein paar Sätze zum von mir lang erwarteten Spiel geschrieben habe.

Ron Gilbert meets Diablo: DeathSpank

(c) 2010 Hothead Games

Es gibt in der Liste der Releases diesen Monat eine Ankündigung, auf die ich mich besonders freue und die ich euch besonders ans Herz legen möchte. Ich habe nämlich die berechtigte Sorge, dass dieser (hoffentlichen) Perle sonst ähnliches blühen könnte, wie damals dem grandiosen „Psychonauts„. Die Rede ist von „DeathSpank“ – dem neuen Spiel von Monkey Island-Erfinder und GrumpyGamer-Blogger Ron Gilbert himself! Bei dem Namen könnte man nun meinen, es handele sich um ein Adventure, doch weit gefehlt. Ron Gilbert möchte ein Action RPG mit Humor verbinden. Ein lustiges, comicesques Diablo, mit 10 Stunden Solospielspaß für ca. 15 EUR als Downloadittel auf XBLA und PSN? Sogar mit Koop-Modus? Klingt nach einer absoluten, instant-classic-winning-formula, wenn ihr mich fragt!

Auch das Timing scheint perfekt, die größte Konkurrenz im Juli (wenn man Starcraft 2 als Nischentitel mal für einen Moment ignoriert), macht sich Ron Gilbert  mit dem fast zeitgleichen Release der Neuauflage von Monkey Island  2 in der Special Edition quasi selbst. Aber der Juni dürfte lang genug sein für zwei Gilbert-Spiele.

Also tut mir den Gefallen, und schaut euch zumindest die Demo an: am 13.Juli auf PSN oder 14.Juli auf  XBLA. Für mich, bitte! Damit wir weiterhin trotz Psychonauts-Verkaufs-Desaster weiterhin lustige Spiele außerhalb des Adventure-Genres bekommen.

Hier zur Einstimmung noch der Trailer:

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