Beiträge mit Schlagwort ‘PS3’

Papo & Yo – Meine Parabel und Ich

In der aktuellen Spiele-Landschaft ist ein offensichtlicher Trend zu erkennen: Es erscheinen vermehrt Spiele, die mehr Emotionen in mir wecken zu vermögen, als den reinen Spaß am Spiel. Spiele, die unangenehme, ernstere Töne anschlagen. Es sind Spiele von Entwicklern, die “Unterhaltung für Erwachsene” meinen, aber dabei nicht automatisch an mehr Blut und überbordende Gewalt denken. Es sind Projekte wie das “The Walking Dead“-Adventure von Telltales, Spec Ops: The LineJourney oder aktuell das PSN-exklusive Indie-Spiel Papo & Yo.

Das Debüt von Minority Media hat mich berührt und zum Nachdenken angeregt, denn Studio-Gründer Vander Caballero verarbeitet in diesem ca. 3-4 Stunden dauernden Puzzle-Plattformer seine Kindheit mit einem alkoholsüchtigen Vater. Im Gegensatz zum eher träumerischen und für alle Interpretationen offenen Journey legt Caballero von der ersten Sekunde an klar auf den Tisch, um was es ihm geht.

Das hat mich berührt, aufgewühlt und zum Nachdenken gebracht, auch über meine eigene Kindheit. Meinen Text zu diesem PSN-Titel gibt es auf superlevel.de.

(Und wenn es gut läuft, demnächst ein Interview mit Caballero im Podcast).

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Lawrence von AAArabien

Es gibt viele Gründe, warum ich Videospiele liebe, aber eines meiner Hauptmotive ist das audiovisuelle Erleben und Eintauchen in Situationen, die so in der Realität nicht machbar sind. Darum liebe und spiele ich Spiele wie Uncharted 3. Was für ein unfassbarer Irrsinn! Das, was Naughty Dog mir da in einer wahnsinnig hohen Frequenz an abstrusen Death-or-Life-Momenten präsentiert, grenzt nicht nur, nein, es überschreitet jegliche Realitätsgrenze meilenweit. Selbst mit unendlichen Geld- und Zeit-Ressourcen wären die meisten Szenen dieses Spiels auf diesem Planeten kaum nachzustellen. Als Protagonist Nathan Drake flüchte ich zum Beispiel aus einer im lodernden Flammenmeer zusammenbrechenden Burganlage, balanciere waghalsig in 30 Meter Höhe auf rostigen Stahlträgern inmitten eines riesigen Schiff-Friedhofs, setze Jahrtausende alte mechanische Statuen mit Wasserkraft in Bewegung, springe von einem fahrenden Jeep auf ein sich einfahrendes Fahrwerk einer startenden Frachtmaschine nur um kurz danach aus diesem Flieger dank einer Schießerei ohne Fallschirm heraus katapultiert zu werden. Großartiger, wahnsinnig hübsch anzuschauender, sympathischer Schwachfug! (mehr …)

E3 Podcast-Special

Was waren die Highlights der E3-Pressekonferenzen und was hat uns aufgeregt? Eure zwei Lieblingsfrüh-Podcaster Boris und meine Wenigkeit haben sich ein paar Gäste eingeladen und die drei großen Pressekonferenzen von Microsoft, Sony und Nintendo angeschaut. Dazu haben wir dann jeweils einen Podcast in der leckeren Brunch-Edition („Brunch“ ist unsere offizielle Ausrede für Überlänge-Casts) aufgezeichnet.

und last but not least:

Viel Spaß beim hören!

Natürlich gibt’s alle bisherigen 198 Folgen auch weiterhin im Breakfast-Blog auf http://breakfast.manuspielt.de als auch im Abo als Stream:

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PS: Wir freuen uns weiterhin über Rezensionen, Kritik und Feedback!

Schöne neue Download-Welt

Ich habe mir Portal 2 blind für die PS3 als Preorder bestellt. Ich warte keine Wertungen ab, warte nicht auf den Gebrauchtmarkt oder ein Schnäppchen und ich habe es auch nicht für meine eher favorisierte Konsole, die Xbox 360, bestellt. Es gibt einen ganz einfachen Grund dafür: Valve läutet mit dem Release von Portal 2 eine neue Ära in der Geschichte der Videospiele ein. Dabei meine ich nicht, dass Portal 2 sicherlich (hoffentlich!) ein gutes, nein, ein sehr gutes Spiel werden wird. Auch wenn die Previews nicht so positiv wären, hätte ich es vorbestellt. Der Publisher hat nämlich eine kleine Entscheidung getroffen, dessen Erfolg von großer Tragweite für die zukünftige Release-Politik aller Publisher sein wird. Ich möchte diesen Schritt so tatkräftig wie möglich unterstützen, damit sich andere Publisher ein Beispiel daran nehmen…

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(Ich möchte ungern die Diskussion in den Kommentaren zerstückeln, daher gibt es hier nur den Anteaser. Danke!)

Danke auch an Mexer für das Header-Bild!

God of Drawer

CLOS_header1 Es wird ja in regelmäßigen Abständen darüber gejammert, dass es seit Lemmings keine neuen Ideen mehr in Spielen und es nur noch Fortsetzungen gibt. Ich muss ja ehrlich gestehen, ich mag Serien und auch Fortsetzungen in den meisten Fällen. Das sind zwar oft Titel, bei denen keine großen Überraschungen zu erwarten sind, in mir aber dennoch die Vorfreude steigen lassen. Damit meine ich nicht das fünfundzwanzigste seelenlose Jahresupdate einer Serie, sondern für mich sind das beispielsweise Mario, Legend of Zelda, Professor Layton, Phoenix Wright, Metroid, Fallout, Civilization, God of War und auch Castlevania.

So freute ich mich natürlich auch über die Ankündigung von Castlevania: Lords of Shadow, auch wenn es mal wieder ein Versuch sein sollte, die legendäre 2D-Serie in die dritte Dimension zu heben. Doch kaum waren die ersten Trailer verfügbar, fiel kein Satz über das Spiel ohne den obligatorischen Nebensatz, dass es ja augenscheinlich “nur ein God of War-Klon” werden würde. Erwähnte ich schon mal, dass ich eine Abneigung gegen Schubladen habe? Auch konnte ich nicht wirklich verstehen, wo das Problem liegen sollte, wenn zwei meiner Lieblings-Serien in einem Spiel kombiniert werden sollen. Klingt doch wunderbar und die ersten Trailer sahen auch vielversprechend aus. Die Vorfreude steigerte sich durch die Ankündigung also wie erwartet.

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Brief an einen Core-Gamer

playstation-move-grandpa

Hallo lieber Core-Gamer,

Na, wie geht’s? Alles gut bei Dir? Sorry, dass ich Dir in letzter Zeit wenig geschrieben habe, ich war die letzten Wochen mit Herrn Belmont auf Reise und war dort etwas eingespannt, aber davon berichte ich Dir ausführlich im nächsten Brief. Der Grund, warum ich Dir heute schreibe, ist, dass ich Dir etwas beichten möchte. Es fällt mir nicht leicht, dass zu sagen, aber… Ich habe mir Sonys Move gekauft. Stopp, warte bitte, klick doch nicht gleich weg und hör’ mir erstmal zu! Sei doch nicht immer gleich so eingeschnappt, nur weil ich gerne mal Neues ausprobiere. Ich weiß ja, dass Du meistens nicht sehr tolerant bist. Bei der Wii hast du mich auch schon ausgelacht, aber wir wissen ja beide, wer nach Mario Galaxy Recht behalten hat. Also gib mir doch bitte noch eine Chance und lass es mich erklären.

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Hinweis für Allergiker:
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Takeshi’s Downhill

Move Kurz-Review die Zweite. Heute: KungFu Rider

kung_fu_riderEndlich mal ein Spiel mit guter Story!

Unser Held ist Tobin, ein bebrillter, schusseliger Privatdetektiv, der von bösen Gangstern der Yakuza durch die rauen Straßen Hong Kongs gejagt wird. Warum erfährt man nicht, aber um ihnen zu entkommen stürzt er sich auf den nächstliegenden fahrbaren Untersatz, der zur Verfügung steht: Einen Bürostuhl. Haha, Bürostuhl-Verfolgungsjagd, voll verrückt dieses Japaner!!1 Also gut, klingt ja irgendwie nach Spaß, ich steh’ ja durchaus auf so Japano-Wacko-Sachen wie z.B. Takeshi’s Castle früher.

Also Move-Controller umgeschnallt, rauf auf den Drehstuhl und mit Schwung den Hang hinab. Entgegen kommende Feinde befördern wir galant mit einem Handgelenkschwung via Bürostuhl-KungFu-Roundhouse-Kick aus ihrer inneren Bildschirmmitte. Ein paar Hindernissen in Form von bekannten Objekten aus Verfolgungs-Jagd-Filmen wie zum Beispiel die leicht einstürzenden Obstpaletten gilt es nebenbei auszuweichen….Aber moment,  an irgendwas erinnert mich dieser charmante Blödsinn doch… aber natürlich: Crazy Taxi! Nicht nur optisch erinnert das Spiel stark an den alten Sega-Klassiker. Der Comic-Look mit den überdrehten Sprechern, liebevoll durchgeknallte Charaktere und ein arcadiges Missionsdesign mit freischaltbaren Items und versteckten Abkürzungen machen Lust auf Mehr.

Nach dem Tutorial spiele ich also voller Vorfreude die erste Strecke. Dann die Zweite. Hm, dann die Dritte und Vierte und leider wurde mir dann relativ schnell bewusst, das das, was ich eben in der ersten halben Stunde mit dem Spiel erlebt habe auch schon so ziemlich alles war. Man fährt Downhill, fuchtelt wie wild mit dem Move-Controller um sich um rechtzeitig über Hindernisse zu springen und Tritte zu verteilen, schmunzelt stellenweise über die wirklich guten Animationen der Hauptfigur und vermisst eigentlich nur eines: Ein Gamepad – denn die Bewegungen, die man ausführen soll sind weder intuitiv noch sehr präzise und ich hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl, das Spiel und die Situation wirklich im Griff zu haben – bei einem Arcade-Racer auf Zeit und Fokus auf Highscorelisten eine, meiner Meinung nach, eher nachteilige Angelegenheit. Leider lässt sich das Spiel auch nicht wenigstens optional für das Gamepad umschalten.

Schade um das erfrischende, humorvolle Setting und den wirklich spaßigen Ansatz, aber es hier leider einfach zu wenig Inhalt und Abwechslung geboten. Dieses “Spielchen” für Geld auf Disc zu pressen grenzt schon nahezu an Unverschämtheit. Diesen Umfang hätte ich gerade noch so als PSN-Download durchgehen lassen. Selbst als Tech-Demo taugt das Spiel leider nicht, da die Steuerung nicht präzise reagiert und den Spielspaß eher hemmt als fördert.

Ein schönes Review hat übrigens auch Micha von Kollisionsabfrage.net geschrieben, der witziger weise auch sofort die “Crazy Taxi”-Assoziation hatte: http://kollisionsabfrage.net/rezensionen/kung_fu_rider


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