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Kurzkritik: Mario Kart 7

Der neueste, siebte Teil der hauseigenen Nintendo-Rennspiel-Reihe für den 3DS hält sich mit Neuerungen stark zurück – nicht mal ein innovativer Beiname wie „Double Dash“  oder „Super Circuit“ ist den Machern noch eingefallen. Eine simple 7 soll genügen. (Immerhin kein Wortspiel mit 3D, da darf man sich ja auch schon drüber freuen) Was soll man aber auch noch groß zu Mario Kart hinzufügen? (Oder die Frage, die ich mir eben stelle: noch schreiben?) Als zu perfekt hat sich die Formel erwiesen. Warum Dinge verändern, die seit fast 20 Jahren gut funktionieren und Nintendo damit ordentlich Geld einbringen?

Um es kurz zu machen: Auch die siebte Neuauflage des Klassikers macht noch immer genau so viel Spaß wie eh und je und ist genau genommen nichts anderes als eine dezent verfeinerte Version der SNES-Ur-Fassung. Figuren aus dem Mario-Universum vergessen für einen kurzen Augenblick ihre seit Jahrzehnten andauernde Blutfehde und treffen sich zum geselligen GoKart-Rennen, um sich mit Schildkröten und Bananenschalen zu bewerfen. Die neuen Strecken gehören allerdings meiner Meinung nach zu den Besten, die die Serie bisher gesehen hat. Das serientypische Recycling der alten Strecken aus den Vorgängern wird immerhin dadurch etwas aufgelockert, dass man sie durch die Einführung von Unterwasserfahrzeugen und einem ausklappbaren Segel am Kart anders erleben und fahren kann. Tiefgreifende Veränderungen am Spielprinzip darf man aber dadurch nicht erwarten.

Von „Nintendo-hard“ kann ebenfalls keine Rede sein. Erst in der höchsten der drei Rennklassen kommt so etwas wie Spannung auf. Die 50cc- und 100cc-Klasse kann man also getrost einem 5jährigen seiner Wahl zum abarbeiten in die Hand drücken, um neue Teile für die drei Fahrzeugmodifikationen (NEUERUNG!) „Reifen, Body und Segel“ freizuschalten. Wer die Herausforderung sucht, geht sowieso direkt in den Multiplayer-Modus. Auch wenn die Möglichkeiten online nintendo-typisch sehr rudimentär gehalten wurden – innerhalb von Sekunden ist man auf der Strecke und kann gegen Spieler weltweit oder dank eigener Gruppen auch nur gegen Freunde rote Panzer feuern und Siege einfahren. Für den Trashtalk muss man dann eben auf das Smartphone ausweichen. Ägerlich, denn das wäre ja dank des eingebauten Mikrophons im 3DS technisch ohne weiteres realisierbar.

Der 3D-Effekt ist sehr dezent eingesetzt und nicht störend. Er hilft etwas dabei, die Entfernung zur nächsten Kurve einschätzen zu können, mehr aber auch nicht.

Mario Kart bleibt sich als Spiel so treu, dass man den Eindruck nicht los wird, dass Nintendo scheinbar keine Antwort darauf zu finden scheint, wie man die Serie weiterentwickeln könnte. Jede, nun, fast jede (es gab kein Virtual Boy Kart) neue Hardware bekommt traditionell ein Mario Kart spendiert, welches mit minimalen Anpassungen an die Eigenarten der jeweiligen Spiele-Hardware und der Eingabemöglichkeiten angepasst wird. Dass muss man nicht gut finden und man darf den Innovationsstau auch zu Recht anprangern, aber solange so fantastische neue Strecken und Spielspaß im Multiplayer dabei rumkommen wie bei Mario Kart 7, kann zumindest ich schwer widerstehen, das gleiche Spiel zum siebten Mal erneut zu kaufen. Dazu macht das Kernprinzip des Spiels, jeglicher Kritik zum Trotz, einfach immer noch zu viel Spaß.

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Schnautzer im All

mario

Sorry, aber ich muss schon wieder einen Liebesbrief an Shigeru schreiben.

Auch wenn sich die neu aufgelegten 2D Multiplayer-Abenteuer der “New Super Mario Bros Wii” besser verkauft haben als Marios erster Weltraumausflug – Super Mario Galaxy zählt unter Kritikern und Kennern (also bei mir!) zu den wohl besten Plattformern (auf deutsch leider auch gerne als Jump’n’Run bezeichnet), die je erschienen sind. Der besondere Reiz an den Leveln in Galaxy: Durch das Setting war einfach alles möglich, Es gab keine physikalischen Grundgesetze mehr, jeder Level stellte seinen eigenen Planeten mit eigenen Regeln dar. Ob wechselnde Schwerkraft, das Hüpfen von Planet zu Planet oder kosmische Katapulte, kein Level glich dem anderen. Es wäre nun also ein leichtes gewesen für die Entwickler kurz nach dem Release des ersten Teiles ein einfaches Levelpack zu veröffentlichen mit einer handvoll neuer Planeten – auch damit hätten sie mich glücklich gemacht. Doch ein Miyamoto-Spiel wäre kein Miyamoto-Spiel, wenn es nicht stets für sich selbst den Anspruch hätte, etwas Neues zu wagen und uns Spieler zum Staunen zu bringen. Und ja, um es vorweg zu nehmen: Super Mario Galaxy 2 ist ein echtes Miyamoto-Spiel!

Reden wir nicht lange um den heißen Brei: Super Mario Galaxy 2 ist bisher mit großer Wahrscheinlichkeit das beste Spiel, was ich dieses Jahr auf der Wii und vielleicht sogar auf allen Konsolen spielen werde. Ganz sicher aber der beste Plattformer. Auch wenn es sich zu Beginn fast schon zu vertraut anfühlt und die Faszination des ungewohnten, experimentellen Settings des ersten Teiles nicht versprüht so schafft es Galaxy 2 dann dennoch, in wirklich allen Belangen den grandiosen Vorgänger noch zu übertreffen. Noch verrücktere Levelkonstruktionen, eine nun nahezu perfekte Kameraführung und Steuerung, unterhaltsame neue Kostüme und Fähigkeiten und als Sahnehäubchen oben drauf gibt’s ein Wiedersehen mit Yoshi. Nintendo beweist mit Super Mario Galaxy 2 erneut, dass man auch mit einem über  20 Jahre alten Charakter noch etwas großartig Neues schaffen kann und sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen muss. Super Mario Galaxy 2 ist ein ganz klarer Anwärter auf das Spiel des Jahres 2010 und ein absoluter Kaufgrund für die Wii.

Ein weiser Mann sang einmal folgende Textzeilen: “Ich bin Klempner von Beruf. Ein dreifach Hoch dem, der dies gold’ne Handwerk schuf!”. Man kann Reinhard Mey nach dem Spielen von Super Mario Galaxy 2 eigentlich nur bedingungslos zustimmen. Danke Myiamoto! Danke für diesen Klempner! Danke für Galaxy 2!

Das komplette Review findet ihr drüben bei den Sofahelden. Danke für die freundliche Unterstützung mit dem Testmuster an Nintendo und Mike!

Bild: Marios Mustaches (via Rocketblog)

Mario RPG

Das Jahr 2009 war ein gutes Jahr für Mario-Fans. Neben Mario vs. Sonic bei der Winterolympiade und dem 4er Koop-Festival auf der Wii im neuen „Super Mario Bros Wii“ hat auch Nintendos Handheld ein neues Abenteuer mit dem berühmtesten Klempner der Welt spendiert bekommen: Endlich einen neuen Teil in der von Kennern sehr geschätzten Mario RPG Reihe!

Meinen ausführlichen, voll bis oben hin mit Lobeshymnen durchsetzten Test dazu findet ihr (inkl. Bonusfeature: Die gesamte Historie der Mario RPG Reihe in der Zusammenfassung) hier:

http://myklique.de/artikel/Mario+und+Luigi:+Abenteuer+Bowser/

Nur soviel vorab: Kaufbefehl!

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