Beiträge mit Schlagwort ‘crazy taxi’

Takeshi’s Downhill

Move Kurz-Review die Zweite. Heute: KungFu Rider

kung_fu_riderEndlich mal ein Spiel mit guter Story!

Unser Held ist Tobin, ein bebrillter, schusseliger Privatdetektiv, der von bösen Gangstern der Yakuza durch die rauen Straßen Hong Kongs gejagt wird. Warum erfährt man nicht, aber um ihnen zu entkommen stürzt er sich auf den nächstliegenden fahrbaren Untersatz, der zur Verfügung steht: Einen Bürostuhl. Haha, Bürostuhl-Verfolgungsjagd, voll verrückt dieses Japaner!!1 Also gut, klingt ja irgendwie nach Spaß, ich steh’ ja durchaus auf so Japano-Wacko-Sachen wie z.B. Takeshi’s Castle früher.

Also Move-Controller umgeschnallt, rauf auf den Drehstuhl und mit Schwung den Hang hinab. Entgegen kommende Feinde befördern wir galant mit einem Handgelenkschwung via Bürostuhl-KungFu-Roundhouse-Kick aus ihrer inneren Bildschirmmitte. Ein paar Hindernissen in Form von bekannten Objekten aus Verfolgungs-Jagd-Filmen wie zum Beispiel die leicht einstürzenden Obstpaletten gilt es nebenbei auszuweichen….Aber moment,  an irgendwas erinnert mich dieser charmante Blödsinn doch… aber natürlich: Crazy Taxi! Nicht nur optisch erinnert das Spiel stark an den alten Sega-Klassiker. Der Comic-Look mit den überdrehten Sprechern, liebevoll durchgeknallte Charaktere und ein arcadiges Missionsdesign mit freischaltbaren Items und versteckten Abkürzungen machen Lust auf Mehr.

Nach dem Tutorial spiele ich also voller Vorfreude die erste Strecke. Dann die Zweite. Hm, dann die Dritte und Vierte und leider wurde mir dann relativ schnell bewusst, das das, was ich eben in der ersten halben Stunde mit dem Spiel erlebt habe auch schon so ziemlich alles war. Man fährt Downhill, fuchtelt wie wild mit dem Move-Controller um sich um rechtzeitig über Hindernisse zu springen und Tritte zu verteilen, schmunzelt stellenweise über die wirklich guten Animationen der Hauptfigur und vermisst eigentlich nur eines: Ein Gamepad – denn die Bewegungen, die man ausführen soll sind weder intuitiv noch sehr präzise und ich hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich das Gefühl, das Spiel und die Situation wirklich im Griff zu haben – bei einem Arcade-Racer auf Zeit und Fokus auf Highscorelisten eine, meiner Meinung nach, eher nachteilige Angelegenheit. Leider lässt sich das Spiel auch nicht wenigstens optional für das Gamepad umschalten.

Schade um das erfrischende, humorvolle Setting und den wirklich spaßigen Ansatz, aber es hier leider einfach zu wenig Inhalt und Abwechslung geboten. Dieses “Spielchen” für Geld auf Disc zu pressen grenzt schon nahezu an Unverschämtheit. Diesen Umfang hätte ich gerade noch so als PSN-Download durchgehen lassen. Selbst als Tech-Demo taugt das Spiel leider nicht, da die Steuerung nicht präzise reagiert und den Spielspaß eher hemmt als fördert.

Ein schönes Review hat übrigens auch Micha von Kollisionsabfrage.net geschrieben, der witziger weise auch sofort die “Crazy Taxi”-Assoziation hatte: http://kollisionsabfrage.net/rezensionen/kung_fu_rider


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Mein Moment des Monats Mai bei polyneux

 dreamcast-logoMein Moment des Monats war, genaugenommen, gar nicht im Mai sondern erst vorgestern auf dem Flohmarkt um die Ecke. Hoffe ihr verpetzt mich nicht, aber ich wollte euch nicht noch einen Monat länger warten lassen, dafür war das Erlebte einfach zu sehr “Moment des Monats”-würdig. Aber zurück zum Flohmarkt: Aus dem Augenwinkel nahm ich ein vertrautes Symbol war. Einen blauen, schneckenförmigen Kringel! Kenner wissen sofort Bescheid: Ich habe in einer alten Bananenkiste, neben antiquem Blechspielzeug, eselsohrigen Krimis, billigem Elektroschrott und altmodischen Blumenvasen eine Dreamcast-Verpackung entdeckt. Was ich in der auf 50 Euro runtergehandelten Kiste vorfand, wäre im archäologischen Vergleich in etwa ein komplett erhaltenes Skelett eines ausgestorbenen Dinosauriers gewesen. Neben der originalverpackten Konsole lagen 24 Spiele, drei Gamepads inklusive zwei Visual Memory Units und einem Rumblepack. Und quasi als Sahnehäubchen oben drauf noch ein Lenkrad, eine Dreamcast-Maus (!) und Tastatur. Mein Spielerherz schlug verständlicherweise ein paar Takte höher bei diesem Anblick, besonders, weil ich mich sofort an den grausamen Moment erinnert fühlte, als meine geliebte Import-Dreamcast anno 2003 selbstverschuldet in Qualm und Rauch aufging, nachdem ich sie nach längerer Abstinenz aus dem Umzugskarton hob und vergaß, den Stromwandler zwischen zu schalten. Ja. Dumm. Aber es sah spektakulär aus, wie der Rauch aus dem CD-Laufwerk kroch, das könnt ihr mir glauben. Diese Wunde wurde nun also gestern einbalsamiert, als der Titelscreen von Crazy Taxi in grellem hellgelb mein Zimmer illuminierte. Welcome back home, Dreamcast! I missed you.

Weitere, schöne Videospielmomente von den Kollegen SpielerZwei, Daniel, Nille und Grobi findet ihr beim heimischen Motherbrain  www.polyneux.de

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