Archiv für die Kategorie ‘PC’

Manu lässt nichts anbrennen

Es ist Viertel vor Zwölf, an einem Mittwochabend. Ich bin auf dem Weg ins Bett, als sich mein iPhone mit einem kurzen, vibrierenden Signal meldet. Eine neue Mail. Von… Oh Mist… von Blizzard… das wird doch nicht etwa… doch: „Herzlich Willkommen zur Diablo 3 Beta“. Mein Herz hat einen kurzen Aussetzer, bevor ich eiligen Schrittes zum Rechner spurte.

Wer braucht schon Schlaf, Schlaf ist eindeutig überbewertet. Also Vernunft zur Seite geschoben und fix eingeloggt ins Battle.Net und den Client gezogen. Sogar in der Beta schon nativ für Mac. Sehr vorbildlich. Zumindest einen kurzen Blick möchte ich reinwerfen, hoffentlich dauert die Installation nicht so lange. „Ich bin stark, ich werde jederzeit aufhören können„, rede ich mir ein. „Halb Eins hör‘ ich auf, um 1 Uhr spätestens!“ Ich glaube mir kein Wort.

Meinen Erst-Eindruck der Diablo III-Beta gibt es an dieser Stelle auf polyneux.de. Danke an lomp für die fantastische Illustration (volle Größe des Bildes im Artikel)

== Gewinnspiel ==

Ja, ihr seid richtig hier! Und ein kleiner Nachtrag zum Artikel: In der Beta hat sich seit meinem anspielen im Oktober viel getan. Ich freue mich inzwischen wieder sehr auf das Spiel.

Mit etwas Glück könnt ihr es euch vorab anschauen, denn unter allen Kommentaren verlose ich am 24.3.2012 um 0 Uhr einen Beta-Key für Diablo III.

Schreibt  in doch in den den Comments, was ihr davon haltet, dass das PvP-System zum Launch gestrichen und auf „später“ verschoben wurde oder ob ihr euch mit dem Auktionshaus anfreunden konntet im Vorfeld. Und werdet ihr die fehlende Pause-Taste vermissen?

Viel Glück in der zweiten Runde! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Los entscheidet (random.org). Der Gewinner wird schriftlich per E-Mail benachrichtigt.

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Erinnerungen an Wing Commander

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Für unseren Gemeinschaftsartikel zu Wing Commander auf polyneux habe ich folgenden Absatz beigetragen. Nachdem die Kollegen schon alle Chris Roberts-Witze und alles über den Technik-Upgrade-Wahn gesagt hatten, blieb für mich nur noch meine Erinnerung an den Joystick, die Schauspieler und die nervigen Katzenviecher übrig …

Wenn ich in meinen Erinnerungen zu Wing Commander 3 stöbere, kommen mir ein paar sehr spezifische Dinge in den Sinn. Da wäre zum einen die eher unschöne Erinnerung an die Kirk-würdige Wampe, die Mark Hamill vor sich her schob. Ich weiß noch genau, wie ich ob des deutlich vorangeschrittenen Alterungsprozesses von Mr. Skywalker erschrak. Der zweite Schock kam dann sofort im Anschluss bei der ersten Begegnung mit Biff „Hallo-McFly-jemand-zuhause?“ als Maniac. Ich fragte mich, ob das jetzt ein Klassentreffen der coolen Teenie-Stars werden sollte? Fehlte ja eigentlich nur noch Ferris Bueler. Um so erstaunlicher, dass Wing Commander trotz dieser zwei Schubladen-Schauspieler doch so gut funktioniert hat in den Filmsequenzen.

Da wir grad bei Genre-Schauspielern sind, die krampfhaft vor ihren Jugend-Rollen fliehen möchten: Natürlich hatte ich damals einen gehörigen Crush auf Rachel, die blonde Technikerin, was aber mitunter an ihrer sexy deutschen Synchronstimme gelegen haben dürfte. Was ich übrigens erst jetzt in der Recherche zu diesem Text herausgefunden habe: Es war die erste Rolle für Schauspielerin Ginger Lynn Allen, in der sie Ihre Uniform anbehalten hat. Die gute Rachel war nämlich vor Wing Commander 3 ein bekannter „Adult-Film-Star“. (Nein, ich wusste das wirklich nicht damals.)

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Die zweite Erinnerung dreht sich um die pixelkrustigen Schauspieler-Ani-Gifs in den Menüs, die in dem gerenderten Menü etwas deplatziert wirkten und bei MouseOver immer die selbe Bewegung abspielten. Von den ollen Interlace-Bluescreen-Videos des dritten Teils ganz zu schweigen. Wehe dem, der damals kein SuperVGA hatte. Von den Artefakten wurde man ansonsten fast erschlagen. Da hatte Wing Commander IV mit seinen echten Kulissen doch einen gehörigen Sprung nach vorne gemacht. Und nicht nur das. Zum Glück spielten auch endlich die lächerlichen Katzenkostüme kaum noch eine Rolle. Diese Muppets-Show in Wing Commander 3 war meiner Meinung nach schier unerträglich. (Daher mochte ich die Privateer-Ableger auch immer deutlich lieber) Ich habe den Film nicht gesehen, aber der Trailer zumindest deutet an, dass die Kilrathi dort einen deutlich düstereren, gefährlicheren Raubtier-Look haben und nicht mehr wie Samson aus der Sesamstraße herumlaufen.

altAber – die wohl prägendste und eindeutigste Erinnerung geht zurück an meinen „Logitech Joystick Wingman Extreme Digital“-Flightstick. So ein richtiger Joystick, wie man ihn nur noch bei nerdigen Flugsimulatoren-Freaks antreffen würde. So ein richtiger Joystick, mit ergonomisch geformten Griff und extra Feuerknopf am Daumen für die Raketen. Diese Steuerknüppel waren dann mit dem Ende des Genres auch schnell ausgestorben. Schade, dass Wing Commander IV so teuer war, dass es die Produktionskosten von ca. 15 Millionen Dollar kaum eingespielt hat. Wobei der direkte Nachfolger Prophecy mir eigentlich ganz gut gefallen hatte und wieder deutlich mehr Spiel zwischen den Filmchen zu bieten hatte. Dort durfte ich dann auch zum ersten Mal in der Wing Commander-Serie meine ultra-moderne 3dfx-Karte nutzen.

Ob ich den Joystick noch 2003 hatte, als ich das von Enk bereits erwähnte und von mir geliebte Freelancer spielte, kann ich nicht mehr wirklich sagen – ich vermute aber, dass ihn ihn zusammen mit der 3dfx-Karte rausgeschmissen habe – also den Joystick, nicht Enk. Eigentlich schade drum, ich hätte mal wieder richtig Lust auf einen Weltraumshooter. Die kleine, überraschende Sequenz in Halo: Reach, in der man die Station mit Raumschiffen verteidigt, hat meiner Meinung nach gezeigt, dass das auch mit dem Gamepad noch Spaß machen kann. Verwunderlich eigentlich, dass das Genre danach nicht von Bungie oder zumindest von Microsoft als Spin-Off wieder auferweckt wurde.

Mein Traum wäre es ja, ein Wing Commander-Spiel im (neuen) Battlestar Galactica-Universum zu haben. Ich würde mich aber auch mit Freelancer 2 oder einem neuen Wing Commander abfinden – dann aber bitte ohne Katzenkostüme.

Was meine Flügelmänner zu Wing Commander zu sagen haben, könnt ihr auf dem wunderbaren Mutterschiff polyneux.de nachlesen.

Polygon 2010 – Meine Spiele des Jahres

Polygon 2010 – Das Lieblingsspiel der deutschen Gamingblogs

Die VGAs – die Video Game Awards sind eine kommerzielle Preisverleihung voller Werbung mit undurchsichtigem Nominierungsprozedere und fragwürdigen Ergebnissen, zu diesem Schluß kam nicht nur Blog-Kollege Ntino von oti xero in seinem sehr in Rage geschriebenen, aber unterhaltsamen Artikel.

Dennoch wurde viel auf Twitter über die VGAs geschrieben. Als Herr der alten Schule denke ich bei VGA natürlich als erstes an Grafikstandards, weshalb ich mich zu folgendem Wortspiel hinreisen lies: “Kommt, wir veranstalten unsere eigene Awards-Show. Habe auch schon einen Namen. Die Super-VGAs.” – Was als ein Wortspiel begann, entfachte sich just im Moment des Abschickens zu einer handfesten Idee. Warum eigentlich nicht!? (mehr …)

10 years ago… Deus Ex Review aus dem Jahre 2000

Deus Ex 

Mein Blog ist zwar noch relativ jung, ich mache diesen Spiele-Schreibkram aber nun doch schon eine ganze Weile. Auch wenn es zwischendurch immer wieder mal größere Pausen gab, losgelassen hat mich das Schreiben und Reden über Spiele nie. Just beim “Aufräumen” entdeckte ich ein altes Review, dürfte eines meiner ersten gewesen sein, die auch wirklich veröffentlicht wurden und zu denen ich ein Testmuster bekam. Die Seite gibt es schon lange nicht mehr und war auch damals alles andere als erfolgreich, aber hey: Free Games! :-)

Viel Spaß beim Lesen und schade, dass ich mit der der Vorfreude auf Deus Ex 2 nicht Recht behalten sollte, vielleicht entschädigt ja der bald kommende Teil 3. Jetzt viel Spaß beim Schwelgen in Erinnerung. Und wenn das Headerbild auf euch zutrifft, lasst es mich wissen ;)

Santa Spector
Früher habe ich mein Traumspiel in etwa so definiert: ein bisschen “Blade Runner”, ein wenig “Akte X”, eine Prise “Illuminati”, Spannung und Feeling von “System Shock” und eine Spielwelt, in der sich meine Handlungen auch auswirken. Warren Spector muss wohl einen guten Draht zum Weihnachtsmann haben, denn sein neuestes Spiel hat er gnadenlos von meinem Wunschzettel abgekupfert, das steht wohl außer Frage. Warren Spector müsste eigentlich allen passionierten Computerspielern ein Begriff sein. Der Kopf hinter den zwei Erfolgsreihen „System Shock“ und „Thief“ zeichnet sich auch für “Deux Ex” verantwortlich. Die Verwandtschaft lässt sich auch kaum verheimlichen. Wer “System Shock” gespielt hat, wird sich auch in “Deus Ex” sofort zurechtfinden.

…wie die Pest !
Im 22ten Jahrhundert verbreitet sich eine tödliche Krankheit wie im Mittelalter die Pest, namens "Grauer Tod". Doch es gibt nur eine Firma, die das Gegenmittel „Ambrosia“ dazu entwickelt hat. Leider sind die Vorräte sehr begrenzt und nur wichtige Staatsmänner sowie die Reichen und Schönen scheinen genügend Gegenmittel zu bekommen.
Natürlich bleiben Massenaufstände nicht lange aus und schon bald erscheinen die ersten Terroristengruppen, um sich gegen die Medizinprivilegien aufzubäumen. Der Spieler schlüpft daraufhin in die Rolle des Spezial-Agenten "JC Denton", einer Art Cyborg-Prototyp, einem Mensch mit Technik-Implantaten, der dadurch nicht vom "grauen Tod" befallen werden kann. Als Mitglied der UNATCO (Anti-Terror Truppe) ist es seine Aufgabe, etwaige terroristische Übergriffe abzublocken und für Recht und Ordnung zu sorgen. Mehr sei hier nicht verraten, doch mit einem Gespür für Verschwörungstheorien kann man sich in etwa ausmalen, in welchen Dimensionen sich die Verstrickungen ausbreiten.

this way or that way…
Das besondere an Deus Ex ist, dass es einem Programmierteam zum ersten Mal wirklich gelungen ist, eine ernsthafte Welt zu erstellen, in der sich die Taten und Konversationen auch wirklich auf die Geschichte auswirken. Das steigert die Atmosphäre und Spieltiefe und man hat das Gefühl, als Spieler ernst genommen zu werden. Ebenso neu wie genial umgesetzt ist die bisher größte Handlungsfreiheit. Obwohl die Spielwelt riesig groß ist, stehen einem zu fast jedem Rätsel mindestens 2 verschiedene Handlungswege zur Verfügung.
Während es dem einen Spieler eher liegt, mit einem Flammenwerfer alle Wächter eines Gebäudes eigenhändig zu grillen, zieht es der andere vielleicht vor, in die Lüftungsschächte zu klettern und einen Gasbehälter zu zünden, der darauf die Atemluft verpestet und alle Wachen k.o. setzt, um dann in Ruhe die geheimen Daten mitgehen zu lassen. Diese Art von Entscheidungen finden sich überall. Soll ich den Computer hacken und einen Alarm riskieren oder lieber nach dem Passwort suchen? Schalte ich die Wache mit dem Scharfschützengewehr aus, oder schleiche ich mich vorbei? Muss ich ihn wirklich töten oder langt ein Betäubungspfeil? Man muss allerdings dazu sagen, dass diese Freiheit eine gewisse Eingewöhnungszeit bedarf. Die ersten Spielstunden ist man hin und wieder etwas dissorientiert, weil man sich erst daran gewöhnen muss, dass wirklich mehrere Wege zur Verfügung stehen. So kann es schon mal vorkommen, dass man eine Tür per Dietrich knackt und damit das Ziel schon erreicht hat, beim rausgehen aber einen Lüftungsschacht findet und diesen aus Neugier ausprobiert, um sich dann in einem Raum zu finden, wo das Passwort für die bereits geknackte Tür liegt.

Wer die Wahl hat…
Während des Spielverlaufes findet man immer wieder Implantate und Updates, die die Fähigkeiten des Characters verbessern. Auch hier bietet einem das Spiel wieder die freie Wahl. Ein Implantat hat immer zwei Fähigkeiten, jedoch kann nur eins davon genutzt werden, was sich nach der Entscheidung auch nicht mehr ändern lässt. Will ich lieber schneller laufen können oder lieber leiser? Möchte ich ein Implantat, welches mich heilt, oder welches mir mehr Energie zur Verfügung stellt?

Das zweite, für Rollenspiele typisches Element, sind die Skills: 11 dieser Fähigkeiten beschreiben den Charakter und sein Können, z.b. Schlösser knacken, Computer hacken, schwimmen oder der Umgang mit Gewehren. Durch erledigte Aufträge sammelt man Erfahrung und kann diese Punkte auf diese Skills verteilen. Jeder Skill hat 4 Stufen, von Anfänger bis Meister. Während der Lauf des Gewehres bei einem Scharfschützenneuling in der ersten Stufe stärker wackelt als ein Kuhschwanz, bringt den Stufe 4 Killer fast nichts mehr aus der Ruhe. Der Schlossknacker benötigt immer weniger Dietriche, während dem Hacker mit einer höheren Ausbaustufe mehr Zeit zur Verfügung steht, bevor er entdeckt wird.

Half Ex
Die Grafik erinnert vom Stil her an Half Life, ist aber technisch nicht ganz auf dem aktuellsten Stand. Insgesamt läuft es nicht ganz so flüssig wie aktuelle 3D-Shooter, aber außer der Steuerung hat Deus Ex auch nichts mit diesem Genre gemeinsam, und daher ist die Engine völlig ausreichend. Die Level wurden dafür wunderbar liebevoll gestaltet und ausgeschmückt. Zeitungen können wirklich gelesen werden, fast jedes Objekt lässt sich manipulieren oder zerstören und die Atmosphäre wird durch die bedrückende, graue “Blade Runner”-Architektur nur verstärkt.

Fazit
Einfach nur genial. Wie lange habe ich mir ein Spiel gewünscht, dass sich mit Verschwörungen beschäftigt. Wie lange habe ich auf so eine Handlungsfreiheit gewartet? Und dann kommt gleich alles in einem Spiel. Wow! Zum Glück wurde der zweite Teil schon angekündigt. Und bis dahin lässt sich dieses Spiel ohne Probleme drei mal durchspielen und jedes Mal auf eine andere Art und Weise. Es gibt sogar drei verschiedene Enden! Dieses Spiel darf man einfach nicht verpassen, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Für die PC-Spieler zum Schmunzeln noch ein Nachtrag:
Getestet auf Pentium II 350 / 128 MB RAM / 40x-CD-ROM / Voodoo2

Deutsch-amerikanische Freundschaft in Gefahr

Unser anthropomorpher Lieblings-Hund Sam und sein durchgeknallter Hasen-Sidekick, der stets zu Gewalttaten bereite Max, sind zurück! (Ja, der Satz fiel hier schon mal, aber das Fremdwort war teuer im Einkauf) Und diesmal sogar auf Deutsch! Die komplette zweite Staffel von „Sam & Max“, der im Episodenformat herunterladbaren Adventure-Reihe, erschien nun ganz klassisch auf DVD gepresst und wurde für den deutschsprachigen Raum lokalisiert. Ob die humorvolle, mit Wortwitz übersprudelnde Serie den Übersetzungsspagat meistert oder die transatlantische Freundschaft gefährdet?

Wie die Season 2 technisch und inhaltlich daherkommt, könnt ihr im ausführlichen Test drüben bei den Sofahelden nachlesen, aber die spannende Frage, wie es sich denn nun auf Deutsch spielt, möchte ich gerne noch hier beantworten.

Nun, um es auf den Punkt zu bringen: Für Kenner und Freunde des englischen Originals ist es eine Katastrophe. Viele Wortspiele und Anspielungen funktionieren auf Deutsch einfach nicht oder klingen seltsam. Dabei ist an der eigentlichen Übersetzung im Prinzip fachlich nicht zu meckern, und wer wirklich kein gutes Englisch spricht, würde zwar manche Gags nicht verstehen, aber dennoch seinen Spaß haben. Das dies nicht der Fall ist, liegt aber an den lausig eingesprochenen Dialogen. Die Sprecher sind offensichtliche Profis, verstellen ihre Stimmen und können sich klar artikulieren, aber man hört ihnen in jeder Sekunde an, dass sie nicht wissen, was da gerade vor sich geht und dass sie keinen Spaß bei der Sache hatten. Keine Betonung, keine Identifikation mit dem Charakter, keine Emotionen, nichts von dem, was das Original auszeichnet. Ich kann mir diese starke Diskrepanz zwischen Bild und Sprachausgabe nur dadurch erklären, dass die Sprecher “blind” die Texte von einem Blatt abgelesen und dabei aufgenommen haben. Unfassbar. Der zweite Fauxpas: Wer bereits Season 1 auf Deutsch gespielt hat, muss sich an neue Sprecher gewöhnen, dabei waren in der ersten Staffel noch die Stimmen aus dem Ur-Sam&Max vertreten (unter anderem für Max die deutsche Stimme von Bart Simpson). Sehr ärgerlich.

Die hohe Qualität des Adventures wird für deutsche Fans dadurch zwar etwas getrübt, aber nicht, wenn man beim Installieren bereits “Englisch” auswählt, denn dann bekommt man von der lausigen Synchron-Fassung nämlich gar nichts mit und kann sich voller Hingabe den großartigen Abenteuern dieses skurrilen Pärchens hingeben!

Mein Fazit: Auch Season 2 überzeugt als Adventure auf voller Linie. Großartige Dialoge, viel abgedrehter Humor, skurrile Lokationen und verschrobene Charaktere. Dennoch immer logisch in sich gehalten und nie frustrierend. Das Timing und die Rätseldichte sind nahezu perfekt abgestimmt, nur der Schwierigkeitsgrad könnte für Adventure-Freunde etwas kniffliger sein. Man bekommt hier zum Budget-Preis von ca. 20 EUR über 15 Stunden lang perfekte Adventure-Unterhaltung auf einer DVD – vorausgesetzt, man ist der englischen Sprache mächtig. Die deutsche Synchronisation wurde so dermaßen in den Sand gesetzt, dass man von einem Kauf (eigentlich) dringend abraten müsste. Die neuen Sprecher, die einfach nur lustlos abgelesenen Text in ein Mikro ohne Emotion und Elan aufnehmen, sind in dieser Umsetzung eine wirkliche Zumutung und eine Frechheit gegenüber dem Kunstwerk Sam & Max. Für diejenigen die es jedoch sowieso auf Englisch spielen wollen und es in den letzten drei Jahren verpasst haben, müssen spätestens  jetzt zugreifen (Aber warum dann nicht gleich digital? Drüben bei Telltale gibt es die alten Staffeln auch günstig im Sale).

Das gesamte Review gibt es drüben bei den Sofahelden zu lesen.

Danke an Atari für die freundliche Unterstützung mit dem Testmuster für den PC.

Sam & Max: The Penal Zone für das iPad im Test

Unser anthropomorpher Lieblings-Hund Sam und sein durchgeknallter Hasen-Sidekick, der stets zu Gewalttaten bereite Max, sind zurück!

Die dritte Season der erfolgreichen und mit Preisen überschütteten Telltale Games-Adventure-Reihe um die von Steve Purcell erdachten New Yorker Privatdetektive “Sam & Max” hat begonnen. Mit der Episode 1 “The Penal Zone” erleben wir einen furiosen Einstand in die erste Episode in die als “The Devil’s Playhouse” betitelte dritte Season.

Wer Sam und Max nicht kennt… nun, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen, aber wagen wir dennoch einen kurzen historischen Rückblick: Sam und Max sind zwei von Steve Purcell erdachte und gezeichnete Comic-Charaktere, die 1993 von LucasArts, dem Alt-Großmeister des Adventure-Genres, zum virtuellen Leben erweckt wurden. In großartiger wie liebevoller Pixelgrafik wurde der All-Amerikanische Road Trip der zwei skurrilen Gestalten zum Klassiker und viel zitiertem Fan-Liebling. Leider blieb es bei einem einzigen Abenteuer der beiden, der geplante Nachfolger wurde 2004 endgültig eingestellt, nachdem das Adventure-Genre ebenfalls schon als tot galt.

Doch Todgesagte leben länger, um eine alte Floskel zu bemühen und die Jungs um Telltale Games haben das geschafft, was viele nicht mehr für möglich gehalten haben: Sie haben die Adventures zurück auf die Landkarte gebracht, wie die Amerikaner so schön sagen. 2006 erschien dann das erste, neue Abenteuer von und mit Sam und Max unter dem Episoden-Format bei Telltale: “Sam & Max – Save the World” mit insgesamt fünf Episoden unter Mithilfe vieler ehemaliger LucasArts Mitarbeiter und natürlich allen voran Steve Purcell himself.

Nach dem Erfolg der ersten und der darauf folgenden zweiten Staffel nun also die dritte Season. Die Episode beginnt erzählerisch am vermeintlichen Ende: Wir sehen unsere Protagonisten in Gefangenschaft auf einem Raumschiff. Der Kapitän: Ein blutrünstiger Gorilla mit Stinktierfell namens Skun-ka’pe greift die Stadt an. Daraufhin blendet sich ein Lynchesquer Erzähler ins Bild ein (unbedingt den Trailer anschauen!), der uns als Tutorial beibringt, wie wir Max paranormalen Fähigkeiten einsetzen können…

Den kompletten Text, zusammen mit meinen Eindrücken zur iPad-Fassung könnt ihr hier in meinem Test bei den Sofahelden weiterlesen . (Ich will und darf nicht zu viel verraten, aber: Ich war begeistert, Sam und Max laufen zur Höchstform auf!)

Danke an Mike und Telltale Games für die freundlichen Unterstützung mit dem Testmuster.


School of Noob aka OMG ZERG RUSH!!11elf

(c) 2010 Blizzard

(c) 2010 Blizzard

Ich habe Angst. Ich habe Angst davor, mich in die Starcratf2 Multiplayer-Beta einzuloggen. Ich mein‘, wer kriegt schon gerne freiwillig auf die Fresse? Und ich gehe schwer davon aus, dass dem so wäre. Erstens, war ich nie ein großer (oder gar guter) Starcraft Spieler und zweitens war ich stets einer der Jammerlappen, der sich über rushende Mitspieler beschwerten.

„Warum denn so aggressiv? Lass‘ mich doch erstmal meine Basis schön machen!“ (-3 Punkte auf der Männlichkeitsskale)

Wenn es euch ähnlich geht, dann habe ich einen feinen Vorschlag für euch: The Circle of Noob!

Hinterlasst in den Comments eure Battle.net ID oder falls euch das zu unsicher ist, einen kurzen Hinweis, dass ihr bereit seid für ein Match mit Konkaktmöglichkeiten via Twitter/IM/Mail und dann können wir diesen Thread nutzen, damit wir Noobs unter uns bleiben, um in der Beta wenigstens etwas länger als 4,2 Minuten zu überleben…um unsere Basis hübsch zu machen ;-)

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