Archiv für die Kategorie ‘3DS’

Super Mario 3D Land

The Legend of Zelda, Super Mario und Mario Kart. Allein durch die Nennung der drei weltberühmten Serien von Nintendo wird mir etwas warm ums Herz. Wohl kaum eine Firma hat es geschafft, mich über mehr als 20 Jahre lang hinweg so dauerhaft mit immer wiederkehrenden Spiele-Serien zu unterhalten und zu begeistern. 1992 erschien Super Mario Kart für das SNES und Mario und Zelda feierten bereits ihr 25-jähriges Jubiläum. Letztes Jahr erschienen von allen drei Reihen neue Ableger. Natürlich habe ich mir als treuer Begleiter der Serien alle angeschaut. Zeit, einen Blick auf den Status Quo dieser drei Legenden zu werfen.

Teil 1 drehte sich um Zelda, heute geht es um: Super Mario 3D Land

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Kurzkritik: Mario Kart 7

Der neueste, siebte Teil der hauseigenen Nintendo-Rennspiel-Reihe für den 3DS hält sich mit Neuerungen stark zurück – nicht mal ein innovativer Beiname wie „Double Dash“  oder „Super Circuit“ ist den Machern noch eingefallen. Eine simple 7 soll genügen. (Immerhin kein Wortspiel mit 3D, da darf man sich ja auch schon drüber freuen) Was soll man aber auch noch groß zu Mario Kart hinzufügen? (Oder die Frage, die ich mir eben stelle: noch schreiben?) Als zu perfekt hat sich die Formel erwiesen. Warum Dinge verändern, die seit fast 20 Jahren gut funktionieren und Nintendo damit ordentlich Geld einbringen?

Um es kurz zu machen: Auch die siebte Neuauflage des Klassikers macht noch immer genau so viel Spaß wie eh und je und ist genau genommen nichts anderes als eine dezent verfeinerte Version der SNES-Ur-Fassung. Figuren aus dem Mario-Universum vergessen für einen kurzen Augenblick ihre seit Jahrzehnten andauernde Blutfehde und treffen sich zum geselligen GoKart-Rennen, um sich mit Schildkröten und Bananenschalen zu bewerfen. Die neuen Strecken gehören allerdings meiner Meinung nach zu den Besten, die die Serie bisher gesehen hat. Das serientypische Recycling der alten Strecken aus den Vorgängern wird immerhin dadurch etwas aufgelockert, dass man sie durch die Einführung von Unterwasserfahrzeugen und einem ausklappbaren Segel am Kart anders erleben und fahren kann. Tiefgreifende Veränderungen am Spielprinzip darf man aber dadurch nicht erwarten.

Von „Nintendo-hard“ kann ebenfalls keine Rede sein. Erst in der höchsten der drei Rennklassen kommt so etwas wie Spannung auf. Die 50cc- und 100cc-Klasse kann man also getrost einem 5jährigen seiner Wahl zum abarbeiten in die Hand drücken, um neue Teile für die drei Fahrzeugmodifikationen (NEUERUNG!) „Reifen, Body und Segel“ freizuschalten. Wer die Herausforderung sucht, geht sowieso direkt in den Multiplayer-Modus. Auch wenn die Möglichkeiten online nintendo-typisch sehr rudimentär gehalten wurden – innerhalb von Sekunden ist man auf der Strecke und kann gegen Spieler weltweit oder dank eigener Gruppen auch nur gegen Freunde rote Panzer feuern und Siege einfahren. Für den Trashtalk muss man dann eben auf das Smartphone ausweichen. Ägerlich, denn das wäre ja dank des eingebauten Mikrophons im 3DS technisch ohne weiteres realisierbar.

Der 3D-Effekt ist sehr dezent eingesetzt und nicht störend. Er hilft etwas dabei, die Entfernung zur nächsten Kurve einschätzen zu können, mehr aber auch nicht.

Mario Kart bleibt sich als Spiel so treu, dass man den Eindruck nicht los wird, dass Nintendo scheinbar keine Antwort darauf zu finden scheint, wie man die Serie weiterentwickeln könnte. Jede, nun, fast jede (es gab kein Virtual Boy Kart) neue Hardware bekommt traditionell ein Mario Kart spendiert, welches mit minimalen Anpassungen an die Eigenarten der jeweiligen Spiele-Hardware und der Eingabemöglichkeiten angepasst wird. Dass muss man nicht gut finden und man darf den Innovationsstau auch zu Recht anprangern, aber solange so fantastische neue Strecken und Spielspaß im Multiplayer dabei rumkommen wie bei Mario Kart 7, kann zumindest ich schwer widerstehen, das gleiche Spiel zum siebten Mal erneut zu kaufen. Dazu macht das Kernprinzip des Spiels, jeglicher Kritik zum Trotz, einfach immer noch zu viel Spaß.

Neubeginn

Junge trifft Mädchen. Die wohl am öftesten erzählte Geschichte der Welt. Tausendmal erzählt und wird doch nie langweilig. The Legend of Zelda ist ebenfalls eine dieser Geschichten. Eine Spiele-Serie, die uns seit über 25 Jahren die stets ähnlich ablaufende Legende der Prinzessin Zelda erzählt, wie sie von ihrem grün bemützten Helden Link gerettet wird. Jedes Spiel ein Neubeginn, auch für uns Spieler.

Die Reise des Helden beginnt ohne Ausrüstung aber mit einem Ruf nach der entführten Prinzessin oder dem drohenden Ende der Welt, führt durch schwere Prüfungen, die den Charakter schulen und formen. Seinen Geist, seinen Mut und Willenskraft einfordern und aus dem kleinen, unbedarften Jungen einen starken Kämpfer machen. Mit Hilfe von Mentoren und übersinnlichen Kräften wie dem Triforce gelingt der Figur schließlich die Transformation zum Helden. Kein Spiel beherrscht die Klaviatur dieser archetypische Grundstruktur der sogenannten Heldenreise, wie sie Campbell oder Vogler geprägt haben, so perfekt wie The Legend of Zelda.

So sehr sich Nintendo in der Geschichts-Struktur auch auf bewährte Formeln verlässt: Spielerisch wagt die Mannschaft um Miyamoto mit fast jedem neuen Zelda-Teil einen Neubeginn. Anstatt funktionierende Mechaniken über Jahre hinweg zu tragen, löst sich das Team gnadenlos von Altlasten. Jedes Zelda-Spiel überrascht mit neuen Ideen, mit Rätselmechaniken, die bewusst neue Eingabeformen der jeweiligen Hardware ausnutzen und als integralen Bestandteil des Spiels einbinden. Das klappt mal besser – wie die Entscheidung, die komplette Steuerung über den Stift am Nintendo DS zu regeln – und mal weniger gut – wie die teilweise sehr nervigen Fuchtelbewegungen in den Wii-Zeldas. Dennoch: Jeder Teil der Serie definiert die Vorstellung eines Zelda-Spieles neu, ohne die vorherigen Versionen verbessern zu wollen. Jeder Neubeginn hat seine Berechtigung.

Neben der zeitlosen Erzählweise liebe ich diese Reihe ja vor allem dafür, dass sie die romantische Vorstellung vermittelt, dass sich zwei Seelen über hunderte von Jahren stets wieder treffen. Link und Zelda, ein ständiger Neubeginn für die Ewigkeit.

Text zum Thema „Neubeginn“ des Projekts [52games]

Nachlese gamescom 2011

Hier vier kleine Anekdoten von meinem gamescom-Besuch dieses Jahr als Nachlese:

> Payday: The Heist

Mein erster Tag auf der gamescom beginnt mit zwei Schweden mit sehr schwedischen Namen, die sich sichtlich überrascht zeigen, dass direkt um 9 Uhr tatsächlich jemand auf der Matte steht, um ihr Spiel „Payday: The Heist“ zu sehen. Wirkte jedenfalls so, als wären sie noch nicht mal dazu gekommen, die Termine des Tages zu checken. Der kleine Präsentationsraum im Businessbereich war noch gefüllt mit SOE-Kollegen mit halbvollen Kaffeetassen und leeren Blicken. Diese Uhrzeit war für mich abgehärteten Frühstücks-Podcaster natürlich kein Thema und so bombardierte ich den Entwickler dieses PSN-Download-Spiels natürlich sofort mit hoch intelligenten und investigativen Fragen. Als allererstes natürlich nach der Waffenanzahl, schließlich weiß man beim Serviceblog ‚manuspielt‘, was die Leserschaft wissen möchte.

Hoch professionell ließ ich mir dann übrigens direkt nach der ersten Frage nicht meine Verwunderung anmerken, als sich das Spiel als Ego-Shooter entpuppte. Perfekt vorbereitet gefühlt, hatte ich den Termin doch eigentlich ausgemacht, weil ich im Vorfeld, aus welchen Gründen auch immer, einen isometrischen Multiplayer-Titel im Geiste von ‚They stole a Million‚ erwartet hatte. Schade eigentlich, so ein strategisches Bankräuber-Spiel würde ich gerne mal wieder spielen. Gut, Payday hat zumindest das Setting, nur eben leider aus der Ich-Perspektive und ohne die strategische Planung im Vorfeld. Aber das, was es macht, macht es gut. Man steuert einen von vier Bad Guys und stürmt je nach Karte eine Bank oder ähnlich gut bewachte Gebäude um Geld, Diamanten und wertvolle Dinge im Allgemeinen zu heben oder auch mal einen gefangenen Knastbruder zu befreien. Fühlte sich, im positiven Sinne, sehr Left4Deadish an, gemischt mit einer großen Portion ‚The Heat‚ und den Clown-Masken aus ‚The Dark Knight‚. Nach der Inspiration gefragt, bestätigten die Jungs das auch: „Well, you know, we love the Heist-Movie ‚The Heat‘ and it was a great inspiration. And then of course some more ‚The Heat‘ and mainly, our greatest influence would be… ‚The Heat'“.

Ein Spiel also von sehr sympathischen, jungen Männern mit gutem Filmgeschmack und tollen Bärten (siehe Interview mit Ulf Andersson).

> Ubisoft

Bei Ubisoft kapere ich mir SpielerZweis Far Cry 3-Termin und schiebe ihm den ungeliebten ‚Tim & Struppi ‚-Termin zu, den mir der Ubisoft-Mitarbeiter im Paket mit andrehen konnte. Schadenfroh sitze ich dann mit lecker Espresso in der Far Cry-Demo, setze mein bestes Polyneux-Chefredakteur-Gedenk-Grinsenauf, nur um dann festzustellen, dass ich wohl lieber bei Tim & Struppibleiben hätte sollen. So nichtssagend, wie die gefühlten 7,5 Minuten Präsentation des Insel-Shooters waren. Mehr als ein „Grafik sieht super aus“lässt sich schwerlich mitnehmen. Trotzdem spannend zu sehen, wie man in manchen Magazinen und Berichten ganze Seiten über dieses vermeintliche Highlight schreiben konnte.

Mehr vom Gleichen gab es dann auch bei Assassin’s Creed: Revelations. Einzig wirklich nennenswerte Aussage war immerhin, dass Revelations nun wirklich die Story um Ezio und Altair beenden wird. AC3 wird also endlich ein wirklicher, dritter Teil. Na mal sehen, ich bin bei Brotherhood aus akutem Deja-vu-Gefühl schon ausgestiegen. Fragwürdig, ob das jährliche Erscheinen eines neuen AC-Teiles sich noch beliebig lange weiterführen lassen wird.

Begeistern konnte ich mich dafür direkt im Anschluss umso mehr für das grandiose Rayman Origins. Eines meiner Highlights der Messe. Wie der Name vermuten lässt, geht Rayman zurück zu seinem Wurzeln als 2D Plattformer und erinnert stark an das famose New Super Mario Bros. Wii. So balgt und schubst man sich mit 3 Freunden im Sofa-Koop durch die wundervollen, handgezeichneten Level und kann sich an der Liebe zum Detail kaum satt sehen. Traumhaft animiert und angenehm wuselig und chaotisch, sehr nahe an der Grenze dazu, völlig unübersichtlich zu werden, kommt dieses Rayman-Spiel endlich mal wieder komplett ohne grenzdebile Hasen aus. Aber auch für Menschen ohne Freunde (siehe oben, das Serviceblog ‚manuspielt‘ kennt seine Leserschaft) durchaus reizvoll, denn wirkliche Rätsel oder Elemente, bei denen Teamwork gefragt ist, gibt es nicht. Einziger Wermutstropfen: Wenn Ubisoft schon so ein wunderbares 4er-Spiel auf Xbox und PS3 rausbringt, warum dann bitte ohne Online-Multiplayer? Dass Nintendo das nicht hinbekommt, wissen wir ja, aber hier ist es wirklich mehr als unverständlich, gar ärgerlich.

> Nintendo

Nicht, dass ich nach der enttäuschenden E3-Pressekonferenz wirklich scharf darauf gewesen wäre, die Wii Umal anzufassen, aber allein die Ankündigung, dass Nintendo die neue Konsole gar nicht erst mitbringen wird, sorgte dann um so mehr dafür, dass die Gerüchteküche im Biergarten des Business-Bereichs brodelte. Der abgesagte, bereits an die Presse kommunizierte Extra-Termin in Frankfurt sorgte indes für weiteren Zündstoff. Zuviel negative Kritik nach der E3? Komplette Überarbeitung des Konzepts? Was war los bei Nintendo?

Offiziell hieß es natürlich, man wolle sich auf der Messe ganz auf den 3DSund die letzten, tollen Titeln für die Wii (Xenoblade, Zelda, Kirby) konzentrieren und die Wii U zu einer anderen, passenderen Zeit vorstellen. Inzwischen, ein paar Wochen nach der gamescom, sickerten erste Hinweise durch, dass es wohl technische Schwierigkeiten gibt.

Wie versprochen gab es dann auch die geballte 3DS-Ladung an Spielen zu sehen und anzufassen. Trotz meiner bisherigen Ernüchterung seit dem Launch des Handhelds, verließ ich Nintendos Stand mit einem sehr seligen Fanboy-Grinsen. Anspielen konnten wir Starfox 64 3D, das neue Mario 3D,Mario Kart 7Kid Icarus sowie Luigi’s Mansion 2 und gerade Letzteres  machte einen verdammt guten Eindruck. Die toll umgesetzte, sich selbst nicht ernst nehmende Ghostbuster-Atmosphäre mit meinem Lieblingscharakter Luigi. Neben den guten, aber sich gewohnt spielenden Neuauflagen wie Mario Kart eine erfrischende Abwechslung.

Alles in allem kann sich Nintendo mit diesen Spielen und der Preisreduzierung des Gerätes mehr als beruhigt in das Wintergeschäft begeben. Auch wenn Fehler gemacht wurden, DAS ist endlich genau das Lineup, das zum Release hätte kommen müssen. (Starfox 64 3D ist inzwischen übrigens erschienen und es ist richtig gut geworden! Hier gibt es unseren Eindruck im Brakfast-Podcast)

> Bethesda

Dishonored hat mich ebenso überrascht und begeistert wie Chris. Dieses Spiel hatte ich bis zur Messe überhaupt nicht auf meinem Radar und es machte schon allein von Setting (Steampunk!) und Grafikstil (Celshading!) einen sehr vielversprechenden Eindruck.

Ähnlich ging es mir übrigens auch mit Prey 2, welches im gleichen Zimmer direkt im Anschluß bei Bethesda gezeigt wurde. Was die ersten Minuten wie ein gewöhnlicher, eher langweilig anmutender Shooter begann, verwandelte sich glücklicherweise dank einem etwas unbeholfendem Zeitsprung und der üblichen Amnesie des Hauptcharakters sehr flink in ein so in der Form noch nicht gesehenes Konzept. Der neue Protagonist (Tommy aus Teil 1 wird nur als Cameo auftauchen) wird nach dem Verlust seiner Erinnerung zum intergalaktischen Kopfgeldjäger und jagt seine Beute zu Fuß, per Jetpack und mit Hilfe weiterer Gadgets wie Schleuderfußfesseln und Stasisfeldern durch die neonbeleuchteten Gassen außerirdischer Großstädte. Das hat mit Tommy, dem Cherokee-KFZ-Mechaniker aus dem Vorgänger, augescheinlich nicht mehr viel gemeinsam, machte aber große Lust auf mehr. Der gute Simon von Gameone sprach wahre Worte, als er twittertePrey 2 sei wie das von ihm stets herbeigwünschte „Boba Fett Adventures„. Bei fast keinem gesehen Spiel auf der Messe war die Lust, es jetzt sofort spielen zu wollen, bei mir größer.

E3 Podcast-Special

Was waren die Highlights der E3-Pressekonferenzen und was hat uns aufgeregt? Eure zwei Lieblingsfrüh-Podcaster Boris und meine Wenigkeit haben sich ein paar Gäste eingeladen und die drei großen Pressekonferenzen von Microsoft, Sony und Nintendo angeschaut. Dazu haben wir dann jeweils einen Podcast in der leckeren Brunch-Edition („Brunch“ ist unsere offizielle Ausrede für Überlänge-Casts) aufgezeichnet.

und last but not least:

Viel Spaß beim hören!

Natürlich gibt’s alle bisherigen 198 Folgen auch weiterhin im Breakfast-Blog auf http://breakfast.manuspielt.de als auch im Abo als Stream:

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PS: Wir freuen uns weiterhin über Rezensionen, Kritik und Feedback!

Mein 3DS und ich – ein Zwischenfazit

Genau 292 Tage ist es nun her, dass ich den Prototypen des 3DS auf der GamesCom 2010 erleben durfte. Heute beginnt die E3 in L.A. und damit endet das von Nintendo gesetzte Launch-Fenster. Ein guter Zeitpunkt für ein kleines Zwischenfazit. Mein 3DS und ich. (mehr …)

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