Hallo liebe Zielgruppe,

ich habe euch durchschaut! Ein Blick in meine geheimen Logfiles zeigt deutlich, was ihr lesen wollt. Mein Beitrag “Spiele für das iPad” hält sich nun schon seit Mai jede Woche tapfer in den meist gelesenen Artikeln. Euer Wunsch ist mir natürlich Befehl und da ich ja auch weiterhin fleißig den AppStore nach neuen Spieleperlen  durchsuche, möchte ich euch heute wieder drei davon vorstellen. Diese Spiele haben zwar alle noch scharfe Kanten (höhö), sind aber alles andere als unpoliert.

Bit.Trip Beat

Bit.Trip ist eine von Gaijin Games entwickelte, auf sechs unterschiedliche Spielkonzepte ausgelegte Serie und erschien bisher exklusiv für die WiiWare-Plattform des Nintendo Wii. Die Spiele des Bit.Trip Universums sind alle in wunderschöner 80er Videospiel-(Pixel)-Ästhetik gehalten, nehmen meist deren Grundkonzepte auf um es mit der Erfahrung der letzten 30 Jahre zu einem neuen, modernen Spielerlebnis zu heben.

bittrip Bit.Trip Beat nimmt das Grundprinzip von Pong und mischt dies gekonnt mit dem musikalischen Musik-Shmup Rez. Links befindet sich unser Paddel und von rechts fliegen Quadrate auf uns zu. Trifft ein Quadrat unser Paddel, fliegt es zurück und mit jedem Zusammenstoß ergänzen wir die zu Beginn noch leise anklingende Musik um einen Beat. Hier kommt die Ähnlichkeit zu Rez zum tragen. Je länger wir diese Serie an zurückgeworfenen Quadraten aufrecht erhalten, desto besser und vollständiger ertönt die fantastische Chiptunes Hintergrundmusik. Doch nur die ersten 5-6 Quadrate machen uns das Leben einfacher. Kurz darauf fliegen die Quadrate schon in schwer voraus zu berechnenden Flugbahnen auf uns zu. Je besser wir uns auf die Musik einlassen, desto eher können wir die Flugbahn erahnen, denn kein Beat ist zufällig gesetzt und die Musik gibt uns Hilfestellung. So werden wir Teil der Komposition und können komplett in den berüchtigten Zustand des Flows eintauchen.

Seit Oktober dieses Jahres gibt es nun den ersten Teil der Serie Bit.Trip Beat für Apples iDevices. Defaulteinstellung ist eine Steuerung via Neigung des Geräts, alternativ können wir auch mit dem Finger das Paddle steuern, was mir persönlich deutlich besser gefällt, aber beides geht gut von der Hand. Drei Level sind in der App enthalten (mehr gibt es als in-App Purchase). In der ersten Version musste man sich Level 2 und 3 durch besiegen des “Endbosses” freispielen. Da dies aber alles andere als leicht war, hatten die Macher ein Nachsehen und mit dem ersten Patch alle Level direkt anwählbar gemacht. Eine Retina-Auflösung für iPhone 4 sowie ein noch einfacherer Schwierigkeitsgrad kamen ebenfalls dazu.

Website | iTunes AppStore Link | auf Twitter

eboy FixPix

FixPix_Wallpaper_91 Das Berliner Kollektiv eBoy macht Kunst. Pixelkunst. Ihr kennt garantiert alle ihre Bilder. Die wunderbaren Pixel-Wimmelbilder sind in unzähligen Werbekampagnen zu finden und eines davon gelangte vor ein paar Jahren sogar auf das Cover des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”. Mit unzähligen, verstecken Kleinigkeiten und Details haben mich die Bilder der Berliner stets begeistert. (Zum Beispiel das überaus unterhaltsame Suchbild mit symbolisierten Spieletiteln im Rahmen der Tron Legacy Kampagne)

Wer diese Bilder nun auch mobil unterwegs genießen möchte, für den habe ich zwar kein Spiel im herkömmlichen Sinne aber dennoch eine absolute Empfehlung parat: eBoy FixPix heißt die App und bietet 150 Bilder für Freunde gepflegter Pixel-Art. Der Gag: Ihr müsst diese Bilder dank des Gyroneigungsdingens im iPhone oder iPad erstmal wieder “reparieren”. Mal sind Teile des Bildes verschnitten wie ein Puzzle, mal sind einzelnde Elemente auf verschiedenen Ebenen angesiedelt. Durch vorsichtiges Kippen justiert ihr die Einzelteile und müsst diese pixelgenau, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder in ihre vom Künstler angestrebte Position bringen. Der Effekt der zerlegten Elemente lässt uns dadurch tiefer in das Bild eintauchen und verborgene Details kommen zum Vorschein. Zur Belohnung gibt es einen belohnenden 8bit Sound und: Kunst. Wenn das mal nicht pädagogsch wertvoll ist. (Fehlt eigentlich nur der Chiptunes-Backgroundsound, aber man kann sich ja einfach den grandiosen SuperMeatBoy-Soundtrack kaufen und im iPod spielen lassen)

Wer sich das nicht vorstellen kann, hier gibt’s ein Flashdemo zum ausprobieren.

Website | iTunes AppStore Link (Universal App)

The Incident

Unser Held steht einer unfassbaren Bedrohung gegenüber. Von oben regnet es Klaviere. Und Eiswägen. Tanklaster, Ming-Vasen, Stahlträger, you name it. Alles fällt auf uns herab. Einen Grund brauchen wir nicht, dafür fallen viel zu gefährliche Sachen runter, erstmal geht es um’s nackte Überleben. Wird unser Held von einem Gegenstand getroffen, sind wir noch nicht komplett erledigt, aber unsere Lebensanzeige hält nicht viele Treffer aus. Daher helfen uns Erste Hilfe Luftballons die wir versuchen einzusammeln, während wir Powerdowns ausweichen und Diamanten natürlich sofort gierig aufsammeln.

Spielanleitung in 3 Sätzen:“Climb the pile to stay alive. Tilt to run, tap to jump. Avoid falling items.” Und das Ganze in wunderbarer 8bit-Pixeloptik. Fertig ist das gelungene Casual-Game für den Retrohead. Ein großer, einfacher Spaß, natürlich wieder mit einem tollen Chiptune Soundtrack (von Cabel) und süchtigmachendem Spielprinzip.

Als besonderer Bonus für Mac-Freaks: Wer ein iPad und ein iPhone/iPod Touch sein Eigen nennt, kann im mit dem letzten Patch nachgereichten Controller-Modus spielen. Dabei dient das kleinere iDevice als Gamepad, während wir das iPad gut positioniert als reinen Bildschirm nutzen. Auch GameCenter und Achievements werden nun unterstützt. Achja, und wer die CarcassonneApp hat. Der Protagonist von The Incident kann als Computer AI ausgewählt werden und lehgt dann 8bit-Carcassonne-Plättchen.

Website | iTunes AppStore Link (Universal App) | auf Twitter

Nachtrag:

(Werde natürlich darüber berichten, wenn ich es mir genauer angeschaut habe)


Flattr this

Advertisements

Kommentare zu: "I ࢞ Pixel-Apps (mit Chiptunes)" (3)

  1. Von eBoy hatte ich ein paar Wochen das Berlin-Poster im Büro hängen – bis letztendlich meine Mitinsassen streikten. Keine Ahnung von Kunst, die Banausen.

    Seid es Bit.Trip Beat auch für PC gibt, steht es wieder auf meinem Einkaufszettel. Wenn ich ordentlich Urlaub im Dezember nehmen kann, wird es endlich mal gekauft.

  2. Also Game Dev Story ist auch ein wunderbares 8 Bit-Spiel. sollte auch mal in die Liste aufgenommen werden

  3. GameDevStory ist genial!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: