BioShock 2 Testbericht

big daddy doll2007 war ein großartiger Jahrgang: Portal, Modern Warfare, Mario Galaxy, Mass Effect… unter diesen Highlights war jedoch eine Spieleperle, die mich aufgrund ihrer Gesamtheit ganz besonders angesprochen hatte: BioShock. Kevin Levines Meisterwerk in der dystopischen Unterwasserstadt Rapture ist eines der Spiele, die einem nach dem Spielen für eine Weile nicht mehr loslassen. Die beklemmende Atmosphäre der im Chaos zusammengebrochenen Gesellschaft, die durch den Missbrauch eines Stoffes namens “Adam” zu genetisch verkommenen Geschöpfen wurden, die faszinierende Architektur, die in ihrer Mischung aus Steampunk und Art Déco begeisterte und ein Storytwist, der wohl zu den besten Momenten der Videospielgeschichte gehört. Aufgrund des kommerziellen Erfolges war es nur eine Frage der Zeit, bis der obligatorische zweite Teil angekündigt wurde. Jedoch: Selten war eine Story in sich so abgeschlossen und rund erzählt wie in BioShock. Wo würde der zweite Teil ansetzen? Als dann auch noch klar wurde, dass der Nachfolger nicht vom selben Entwickler-Team und vor allem ohne das kreative Mastermind Kevin Levin produziert wurde, war die Skepsis groß. Nun habe ich den zweiten Teil durchgespielt und kann Entwarnung geben:  Rapture ist auch beim zweiten Besuch wieder eine Reise wert.

Dass es sich so heimisch anfühlt, hat mich die ersten 2-3 Stunden stark irritiert und zweifeln lassen, ob es mehr ist als nur ein “Add-On” zum grandiosen ersten Teil. Spätestens jedoch, als ich meine erste Little Sister mit jeder Menge Fallen vor den bösen Splicern beschützt hatte und sie mir ihre Stoff-Big-Daddy Puppe (siehe Bild) liebevoll entgegenstreckte, war es um mich geschehen. Als dann noch die Story um Eleanor richtig an Fahrt aufnimmt, war klar: Rapture hat mich wieder mit Haut und Haaren gefangen genommen. Warum man als Big Daddy so schwach anfangen muss wie in jedem Shooter und nicht einfach direkt mit mehr Plasmiden und Waffen ausgestattet ist, halte ich für einen groben Designschnitzer, ansonsten ist BioShock 2 aber ein würdiger Nachfolger, der trotz anfänglicher Ähnlichkeiten seinen ganz eigenen und eigenständigen Charakter entfaltet.

Hatte es fast vergessen zu bloggen, aber meinen kompletten Testbericht findet ihr seit geraumer Zeit bereits online drüben bei Players-Source – Danke an Mike und Take 2 für die freundliche Unterstützung mit dem Testmuster.

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