Mikrofasertücher. Firmen an der Börse, die Mikrofasertücher herstellen. Sorry, das war nur ein Reminder für mich selber, das ich daran denke, diese zu recherchieren und in deren Aktien investiere. Diese Tücher werden, nach meiner hier in diesem Beitrag sich entfaltenden These, in den kommenden Jahren einen steilen Aufschwung und explodierende Verkaufszahlen aufweisen können. Warum? Weil Apple mit dem iPhone und dem iPad den Spielemarkt aufrollen wird. Und wer ein iPhone oder einen iPod Touch besitzt, weiß, wie so ein Display nach einer Runde spielen aussieht. Auf dem iPad finden jedoch bis zu 11 Finger gleichzeitig Platz. Und kein Mensch mag Fettflecken auf seinem Apple-Produkt. Keiner. Ergo ein hoher Bedarf an Wischtüchern für Glasoberflächen.

(Anmerkung: Der Artikel ist nun auch hier auf polyneux.de zu finden)

Gestern nun also die Ankündigung, die mich endgültig in meiner schon länger anschwellenden These bestärkt hat: Apple bringt eine Xbox-Live ähnliche, übergreifende Social-Gaming Plattform im Sommer heraus. Mit Achievements, Match-Making, Freundesliste und allem Schnickedön, den wir dank Microsofts tadelloser Vorarbeit so lieben gelernt haben, den aber weder Nintendo noch Sony geschafft haben, auf ihre mobilen Geräte zu bringen. Jetzt nimmt sich Apple also der Sache an. Mit einer riesigen Userbase, die per Fingerzeig Zugriff auf 50.000 Spiele-Apps hat. Mit einem funktionierendem Demo-System (i’m looking at you, Nintendo), einer für Konsumenten extrem reizvollen Preisstruktur und vor allem: Einer schier unerschöpflichen Auswahl an Genres von Indy bis bekannten Titeln großer Spiele-Publisher. Ein kleiner Programmierer kann mit einem LowBudget Spiel wie DoodleJump genauso einen Hit landen wie ein Rockstar mit einer Top-Produktion wie GTA Chinatown. 50.000 Spiele, das muss man sich nochmal kurz klar machen… das sind mehr als für DS und PSP zusammen je erschienen und erhältlich sind. Klar ist da auch viel Schrott dabei, den gibt es bei DS und PSP aber auch zu genüge.

Der wahre Durchbruch kommt aber mit dem iPad. Wer braucht schon Knöpfe, wenn ich mit dem Fingerzeig meine Einheiten auf die Basis schiebe. Wer braucht eine Maus, wenn ich die Diamanten in Bejeweled einfach direkt mit dem Finger verschieben kann? Der DS hat in den letzten Jahren sehr deutlich gemacht, dass Touch funktioniert. Zelda kam komplett nur mit Touchsteuerung aus und war stets das Beste, was man auf dem Gerät spielen konnte. Leider musste man optisch bei Nintendo immer Abstriche machen. Das iPad bringt nun dagegen aus allen Bereichen das Beste mit, was wir zum Spielen brauchen werden. Gute Grafik in HD Qualität, die mit Abstand beste und sensibelste Touch-Steuerung und vor allem die einzige, die mehrere Finger erkennt und als kleiner Bonus etwas Bewegungssensivität, wenn man das möchte.

Stellt euch das neue Monkey Island 2 Remake in HD auf eurem Schoß vor, und ihr sagt Guybrush einfach per einfacher Berührung, welchen Gegenstand er nehmen soll. Im Zug genauso wie zuhause auf dem Sofa oder im Wartezimmer. Kurz darauf wechselt ihr zu eurem Civilization-Zug, da ihr gerade benachrichtigt wurdet, dass ihr in eurem rundenbasiertem Online-Match dran seid. Mit dem Finger schieben wir unsere Schwertkämpfer in das unbesetzte Dorf. Über den spieleübergreifenden Chat setzen wir noch eine Salve Trashtalk bei unserem Mitspieler ab. Abends haben wir dann ein paar Freunde zum Brettspielen eingeladen. Die passende iPad App übernimmt für uns das Zählen der Punkte, wirft Zufallsereignisse aus oder erklärt uns einfach interaktiv die Regeln. Wenn wir nur zur zweit sind, spielen wir einfach eine Runde Scrabble auf dem Pad.

Zugegeben: das iPad als “Spielekonsole” ist teurer als eine PS3 und ein DSi zusammen, aber die PS3 war auch deutlich teurer beim Launch. Auch kann ich mit dem iPad natürlich auch noch ein paar andere Dinge machen außer spielen.

Natürlich behalten die großen Konsolen ihre Daseinsberechtigung. Ein Shooter auf dem iPad muss nicht wirklich sein. Bei Plattformern, Autorennen und allen strategischen Spielen kann ich mir das iPad in Zukunft aber besser und lieber vorstellen, vor allem überall dort, wo man eine Maus auf den Konsolen vermisst. Ich prophezeie eine Renaissance der RTS und Adventures voraus. Dass der Casual-Games-Markt vom größeren Display sowieso profitiert, dürfte einleuchtend sein. Spätestens nach der ersten Runde Bejeweled Blitz auf dem iPad konnte ich mir nicht mehr vorstellen, das Spiel jemals mit der Maus gespielt zu haben.

Auch der neue DS und die neue PSP werden mit Touchscreens ausgestattet sein, davon bin ich überzeugt. Nach dem Spielemarkt ist dann der Heim-PC dran. Unsere Enkel werden uns für unsere "mechanischen" Eingabegeräte auslachen. Die Zukunft wird touchy!

Kommentare zu: "Von Mikrofasertüchern und anderen schönen Dingen" (3)

  1. Sehr guter Bericht! freue mich auf den Podcast und noch mehr Infos darüber. Gruss Dominik

  2. mnemo schrieb:

    Manu hat doch offensichtlich gar keine Zeit mehr für den Podcast, er hat ein iPad. ;)

  3. Viva la ipadution! ;-)

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