Archiv für Januar, 2010

Manu’s Masterplan of 2010: The Wii

Mein Masterplan für die Wii war mit Abstand der einfachste und naheliegendste. Er liest sich auch fast wie jedes Jahr bei Nintendo: Ein neues Mario Galaxy, ein neues (großes) Zelda und ein neues Metroid. Mehr braucht man eigentlich auch nicht zum glücklich sein als Nintendo Fanboy, oder?

Zu den Titeln muss und kann ich auch wirklich nichts mehr schreiben, was nicht schon gesagt wurde. Es gibt aber noch ein paar weitere, Thirdparty-Perlen, die ich mir notiert habe, daher springe ich direkt man zu denen: (more…)

Manu’s Masterplan of 2010: The PS3

“Abe’ junge Frau, isch ‘abe garkeine PS3″
Und das soll auch in 2010 eigentlich (falls meine Freundin fragt) so bleiben. Ich hatte und habe keinerlei Absichten, mir eine PS3 zu kaufen. Wie gesagt: eigentlich. Bisher konnte ich dem Ding ja ganz gut widerstehen. Sie war (bisher) teuer, (bisher) groß, laut und bis auf den Blueray (edit:) “Blu-ray Disc”-Player doch wirklich überflüssig, wenn man schon eine XBOX360 hat. Aber das wichtigste Argument dagegen: keine guten exklusiv-Titel. Selbst das Flagschiff, “Final Fantasy XIII” kommt zeitgleich für die XBOX360 kommt. Puh!

Doch dann Auftritt von links, Uncharted 2… Spiel des Jahres, gefeiertes Actionerlebnis und leider exklusiv für die Playstation. *seufz* – Aber hey, wegen einem guten Spiel in 2009 IMMER noch kein Grund. Aber getreu dem Motto “Sag niemals nie” wollen wir doch einfach mal einen vorsichtigen Blick über den Tellerrand werfen…

(more…)

Manu’s Masterplan of 2010: The DS

Der zweiter Teil meines Masterplanes, um der Spieleflut 2010 Herr zu werden. Kommen wir nun zu meiner heimlichen Lieblingskonsole: Der DS. Nennt mich Nintendo-Fanboy, aber wenn ich nur noch eine einzige Konsole behalten dürfte, dann würde ich mich klar für den Handheld entscheiden. Der hochwertige Spielekatalog, die innovativen Ideen und Möglichkeiten durch die Stiftsteuerung, gepaart mit der Möglichkeit, überall damit spielen zu können? Unbezahlbar. Klar merkt man der Kiste so langsam ihr Alter an und seit der Anschaffung des iPhones wird der Akku auch schon mal etwas öfter geschont, aber dennoch werdet ihr mich eigentlich so gut wie nie auf Reisen ohne ihn finden. Aber genug der Schwärmerei, schließlich wollen wir uns ja anschauen, was es sich dieses Jahr zu spielen lohnt. Auch wenn die zwei großen Serien “Zelda” und “Mario” bereits 2009 ihren großen Auftritt hatten, wird es für Nintendos Flagschiff noch einige Leckereien geben:

(more…)

Manu’s Masterplan of 2010: The PSP

Die PSP, viele von euch kennen das Gerät vielleicht nicht mehr, aber das ist das kleine schwarze Ding von Sony mit der 2cm dicken Staubschicht oben drauf. Viel genutzt habe ich das klobige Ding letztes Jahr wahrlich nicht. Grand Theft Auto: Chinatown Wars, klar. Sonst? Hm, ein bisschen Patapon 2, Loco Roco 2 und Little Big Planet. Aber das iPhone hat der dicken Berta (hab noch die alte PSP) einfach den Rang abgelaufen. Aber Freunde, laßt uns in die Zukunft blicken. Es gibt für dieses Jahr durchaus eine Reihe von (exklusiven) Spielen, die der PSP wieder etwas mehr Liebe zukommen lassen könnten:

(more…)

Manu’s Masterplan of 2010: The Prologue

Holy Guacamole, 2010 wird ein volles Jahr, wenn man einen Blick auf die ganzen Ankündigungen wirft. Ich habe mir die Liste der Titel mal zu Gemüte geführt und ganz unschuldig alles notiert, was mich “interessieren” würde. Dieses Jahr wird der absolute Overkill: “meine” Liste mit Spielen, die ich auf dem Radar habe und vielversprechend klingen, umfasst bereits jetzt 60 Titel!

[theatralische Pause]

Wie soll man diese Flut denn als berufstätiger Vater mit begrenzter Freizeit noch bewältigen? (Und Lost will ja auch noch geschaut werden) Hell, diese Menge würde ich ja nichtmal schaffen, wenn ich hauptberuflich spielen würde. Das sind 5 Spiele pro Monat! Und so ein Mass Effect 2 spielt sich ja auch nicht in einer Woche durch. *Seufz*…

Nun, es gibt Menschen wie den Einzelspieler, die empfehlen mir, es einfach zu ignorieren. Aber dafür sehen viele der Titel einfach ZU lecker aus und für mich als notorischen und leidenschaftlichen Early-Adopter leider keine wirkliche Option. Andréhatte eine schöne Bezeichnung für unseren Zustand: “Man nennt uns die AGANOTs: “All Games No Time” – das ist echt treffend.

Aber genug der einleitenden Worte. Da ich natürlich eingesehen habe, dass eine Liste mit 60 Titeln nicht realistisch ist, versuche ich mich in den nächsten Tagen einfach daran, meine 5-10 Favoriten je System heraus zu kristallisieren. Würde mich interessieren, was eure Favoriten sind. Und falls es wen interessiert, poste ich am Ende der Strecke dann die komplette Liste mit allen 60 Titeln.

Ein kleiner Trost: Immerhin nimmt “Half Life 2 – Episode 3″ ja schonmal Rücksicht und zieht sich dezent nach 2012 zurück. Sehr löblich. Nebenan bei Levelendboss Christian wird gerade in den Comments spekuliert, ob es überhaupt noch kommt oder was der Grund sein könnte, dass es zum neuen Duke Nukem Forever der Branche wird.
Ich bereite solange mal die Liste auf… Bis nacher ;-)

Teil 1: The PSP

Teil 2: The DS

Teil 3: The PS3

Teil 4: The Wii

Teil 5: The XBOX360

Dragon Age und der Krampf mit den Wertungen

Oh Mann. Wieder mal ein wunderbares Beispiel, dass das mit den Punktzahlen unter den Reviews uns so nicht wirklich weiterbringt. Ist ja alles nicht so einfach inzwischen. Ganz konkretes Beispiel, welches die Ironie besonders schön verdeutlicht: Der, bzw. die Testberichte über das Spiel “Dragon Age: Origins” bei Eurogamer.

Eurogamer is eine der (zumindest von mir) favorisierten Online-Seiten, die sich am “New Game Journalism Manifesto” orientieren, also die Subjektivität, das Empfinden und Erleben des Spieles in den Vordergrund stellen und nicht versuchen, Spielspaß objektiv messen zu wollen. (Ich versuche das in meinen Reviews übrigens auch – und ihr solltet das ebenfalls, falls ihr Reviews schreibt. Wer mehr darüber lesen möchte, hier der Wikipedia Eintrag dazu.)

Wer noch nicht von Dragon Age gehört hat, es handelt sich dabei um ein Rollenspiel für PC und Konsolen von Bioware. Die Erwartungen waren entsprechend hoch, galt Dragon Age doch schließlich von Beginn an als das “Next Generation’s Baldur’s Gate”, also als der legitime Nachfolger im Geiste der unsterblichen RPG-Legende. Entsprechend gespannt war ich daher vorallem auch auf die Meinung der Jungs von Eurogamer.

(more…)

Dominion – Spiel des Jahres 2009

Magic: The Gathering in der familienfreundlichen Light-Version? Ich war ja wirklich skeptisch…

Als großer Magic Spieler in Rente musste ich mir das mit viel Vorschusslorbeeren bedachte (Brett-)Spiel des Jahres 2009 nicht nur deswegen natürlich etwas genauer ansehen.
Meinen ausführlichen Testbericht zu “Dominion – Was für eine Welt” findet ihr bei siedeln.de unter diesem Link:

http://www.siedeln.de/spiele/spielekritik-dominion-was-fuer-eine-welt-20091013

Liebesbrief an Miyamoto

Das muss wahre Liebe sein. Besonders hell ist die gute Prinzessin Peach ja nun nicht, das muss man an dieser Stelle mal ganz offen ansprechen. Entführt! Mal wieder. Und natürlich machen wir uns als Mario erneut auf den Weg, die Herrscherin des Pilz-Königreiches sicher zurückzubringen. Ein Klempner muss schließlich tun, was ein Klempner tun muss. Auch wenn es ein 2D Spiel auf der Wii ist. Kann ein klassisches Jump’n'Run wie vor 20 Jahren heute noch begeistern?

Es gab beim Spielen des neuen Marios einen Moment, an dem ich kurz innehielt und dachte: “Warum zur Hölle war das nicht eigentlich nicht schon immer so?” – In dem Moment wusste ich, dass ich ein Meisterwerk spiele. Es gibt wohl nicht viele Spieledesigner, denen so ein Kunststück gelingen würde, ein über 20 Jahre altes Spielprinzip mit nur einer kleinen Änderung zu versehen um ein komplett neues, besseres und noch nie dagewesenes Spielerlebnis zu schaffen. Peter Molyneux möchte so ein Mensch sein. Shigeru Miyamoto dagegen ist bereits so einer. Der geistige Vater von Mario hatte die simple Vision, dass Mario mit vier Spielern gleichzeitig doch eigentlich ein vielfaches an Spaß bringen müsste. Oh, und wie Recht er behalten sollte. Eine so einfache Idee, mit so großer Wirkung. Man fragt sich wirklich, warum noch keiner früher auf die Idee gekommen ist, so gut ist sie.

Es lässt sich mit Worten fast gar nicht beschreiben, aber ich glaube, ich hatte noch nie in meiner Spielerkarriere SO einen Spaß mit Freunden vor der Konsole wie mit diesem Spiel. Die Betonung liegt auf “mit Freunden”, wohlgemerkt. Klar können wir Mario auch alleine durch die Welten steuern, dann ist das Spiel ein perfekter Plattformer mit einer dicken Portion Retro-Charme, dem die Liebe zum Detail geradezu aus jedem Pixel tropft. Macht auch Spaß, aber so richtig entfalten kann sich das Spiel erst, nachdem wir unsere Mitspieler aus Versehen (oder war es Absicht?) auf den Kopf springen und dieser daraufhin fluchend in der Lava landet. Oder er frisst uns den dringend benötigten Pilz schon zum zweiten Mal, natürlich völlig unabsichtlich, vor der Nase weg. Wenn wir dann aber doch nach zig Versuchen gemeinsam das Levelende erreichen, war ein Triumph über einen Level-Endgegner selten süßer und wir fühlen uns als Einheit und Team. Es ist immens befriedigend, wenn ein gekonnter Team-Move dem Boss ein Ende setzt.

Ein perfider wie genialer Designkniff: Unsere Spielfiguren können nicht aneinander vorbeilaufen, ist ja schließlich 2D. Da kann es schonmal eng werden auf so einer wackeligen Plattform über dem Loch im Boden, die sich noch dazu auch noch unaufhörlich dreht, während uns Feuerbälle um die Ohren fliegen. Da kann so ein Rempler zur falschen Zeit eben auch einen Absturz der Figur neben uns bedeuten. Ups. Doch Nintendo hat natürlich ein Herz für Casual Gamer und Menschen, die nicht so gut spielen wie wir selbst (ja, ich meine euch, Stefan und Christoph!) und lässt uns nach einem verlorenen Bildschirmleben sanft von der Seite in einer unschuldigen “Bubble-Bobble“-Blase, wie Baby Mario in “Yoshi’s Island” einschweben. Hieraus können uns die Überlebenden befreien, indem sie die Blase berühren und zum Platzen bringen. In den Zustand des Schwebens können wir uns auch freiwillig durch den Druck der A-Taste begeben. Diesen “Notanker” brauchen wir aber natürlich nicht nur um uns noch ein weiteres, gekühltes Malzgetränk aus dem Kühlschrank zu holen, sondern auch, falls wir doch mal von der Plattform rutschen. Nur einer von uns sollte die Stellung halten. Schweben alle Spieler in Blasen, fangen wir von vorne bzw. in der Mitte des Levels an, falls wir den Checkpoint schon erreicht haben sollten. Das macht das Spielen zu mehreren zwar auf den ersten Blick einfacher, das Gerempel und Gedrängel jedoch gleicht diesen Vorteil schnell wieder aus.

Acht Welten liegen vor uns. Wie in Mario World laufen wir auf einer Übersichtskarte von Punkt zu Punkt und können jederzeit auch wieder einen bereits geschafften Level besuchen. Sei es, um an einfachen Stellen Extra-Leben aufzutanken oder die versteckten drei Münzen zu finden, die uns im ersten Durchgang vielleicht entgangen sind. Für die gesammelten Münzen können wir “Filme” freischalten, die uns die typischen “Secrets” der Mario-Level verraten oder auch einfach zeigen, wie man einen Level perfekt meistert. Für Speedruns und besonders gelungende Teamaktionen muss man sich die Movies nicht unbedingt anschauen, sie sind aber zum Großteil sehr unterhaltsam und aufschlußreich.

In Pilzhäusern erspielen wir uns in kleinen Minigames Zusatzitems, die wir vorm Betreten eines Levels aktivieren können. Neben den bekannten und erprobten Fähigkeiten haben es ein paar Neuerungen in Marios Arsenal geschafft. Ein Propeller-Hut, der uns wie Karlsson vom Dach aussehen und fliegen lässt und ein Pinguin-Anzug, der uns selbstredend in der obligatorischen Eiswelt auf den rutschigen Flächen sicheren Stand bietet. Ein alter Bekannter ist auch wieder zurück: Yoshi! Da wir die acht Welten nicht an einem Abend schaffen, speichert das Spiel nach gewissen Levels und wir können jederzeit Spieler hinzufügen oder herausnehmen. Hier merkt man auch, WIE gut das Level-Design wirklich ist. Die Level verändern sich nicht, egal ob ihr alleine oder zu viert spielt und dennoch spielt es sich immer gleich gut und ausgewogen. Dieses Balancing sauber und nahtlos hinzukriegen gebührt Respekt.

Wie bereits erwähnt, setzt sich Nintendo ja für die Rechte der Gelegenheitsspieler ein. Sehr zum Leidwesen der “alten Fans”, die sich seit der Einführung der Wii über zu massenkompatiblen Einheitsbrei der Erscheinungen beschweren. Daher sorgte ein weiteres Feature bereits im Vorfeld für viel Diskussionsstoff. Das neue Super Mario spielt sich sprichwörtlich von selbst. Schaffen wir einen Level partout nicht und verlieren 8 Leben beim Versuch dabei, fragt uns das Spiel, ob es uns helfen darf. Bejahen wir dies, zeigt uns Luigi, wie wir die Stelle schaffen. Wir können jederzeit die Steuerung übernehmen, aber auch gemütlich zusehen, wie die Wii das Spiel für uns spielt und den Level erledigt. Demütigend für Hardcorespieler? Ja, sicherlich. Eine gute Möglichkeit, Anfänger nicht zu vergraulen und die Motivation zu halten? Auf jeden Fall.

So klassisch und retro das Spieldesign auch daherkommt, hat Nintendo dennoch nicht widerstehen können, bewegungsintensive Steuerelemente einzubinden. Zum Glück halten diese sich aber dezent zurück und sind an manchen Stellen sogar gut ins Level-Design integriert. Beim Propeller-Hut schütteln wir zum Abheben einmal kurz die Wii. Besser integriert sind Plattformen, deren Neigungswinkel wir nach dem Betreten durch Kippen der Wiimote steuern. Daraus ergeben sich ein paar der schönsten Slapstick-Momente des Spieles.

Grafisch orientiert sich das Spiel am direkten Vorgänger “New Super Mario Bros” auf dem DS, 3D Look in 2D Welt. Ausreichend, aber kein Stil, der so einprägsam wie “Paper Mario” oder der Pastell-Look von „Yoshi Island“ wäre. Musikalisch bietet uns das Spiel die gewohnten Ohrwürmer, die sich zwar unauffällig, dafür aber hartnäckig in unsere Ohrgänge bohren, so dass wir uns auch noch in Monaten garantiert dabei ertappen werden, wie wir die Melodie summen. Besonders bemerkenswert ist dagegen die Choreographie der “Gegner”: Die Schildkröten halten schon mal kurz inne, um passend zur Melodie eine Pirouette zu drehen und wer genau hinsieht und -hört, erkennt auch im Takt springende Goombas. Das ist Liebe zum Detail!

Einziger Kritikpunkt: Multiplayer ist nicht online möglich. Es ist natürlich leicht, Nintendo jetzt vorzuwerfen, das Internet und den Trend zu Online-Matches verschlafen zu haben. Es ist allerdings noch schwieriger, abzuschätzen, ob dieses Mario online überhaupt funktioniert hätte. Schließlich hat Nintendo ja z.B. bei Mario Kart gezeigt, dass sie zumindest technisch auch einen Online-Modus integrieren können (Auch wenn dieser nicht sehr komfortabel ausgefallen ist). Hier liegt also der Verdacht nahe, dass es Absicht ist, nur einen Offline-Modus anzubieten. Hier kann man nur spekulieren und die Entscheidung bedauern. Leider ist es nun mal deutlich schwieriger, vier Freunde an einem Abend in der gleichen Stadt aufzutreiben, als online die Freundesliste durchzusehen. Schade.

Nintendo ist der Spagat endgültig gelungen: “New Super Mario Bros Wii” ist das Spiel, welches sowohl die für Nintendo wichtige Zielgruppe der Gelegenheitsspieler wie auch die treue “Hardcore”-Fangemeinde befriedigt. Die Levels sind stellenweise RICHTIG schwer, aber nie unfair. Starke Spieler haben eine Herausforderung, schwache können sich helfen lassen, um nicht frustriert aufgeben zu müssen. Im Multiplayer können auch Spieler jeder Spielstärke gemeinsam Erfolge feiern: Das Ergebnis ist stets harmonisch und ausgeglichen. Ein Meisterwerk und mein persönliches Multiplayerspiel des Jahres! Nie war es unterhaltsamer, in Abgründe zu fallen!

Meine Enttäuschung des Jahres 2009: Der Mangel an Wii MotionPlus Spielen

Nach der anfänglichen Begeisterung mit den neuen Steuerungsmöglichkeiten der herkömmlichen WiiMote wurde doch schnell klar, dass die Abfrage schon sehr, SEHR ungenau ist. Mehr als wildes rumfuchteln war das in den meisten Spielen leider nicht. Was hab ich mich gefreut über die Ankündigung des “Wii MotionPlus” Adapters:

Die großspurige Ankündigung von Nintendo, dass mit dem kleinen Aufsatz namens “Wii MotionPlus” alles besser und genauer werden wird! Endlich! Und mit dem Erscheinen von “Wii Sports Ressort” (meinen Testbericht dazu findet ihr übrigens hier) wurde dieses Versprechen überraschenderweise sogar eingehalten. Während Sony und Microsoft auf der E3 gerade mal ihre Prototypen der Bewegungssensoren vorstellten, hatte Nintendo ein marktfähiges Produkt. Vorteil Nintendo.

Ich zitiere mich einfach mal selber aus obigem Testbericht:

“Natürlich gehöre ich auch zu den Spielern, die seit der ersten Ankündigung der Wii von einem Lichtschwert-Star-Wars-Spiel träumen und umso enttäuschter waren, nachdem klar wurde, dass dies mit der normalen Wiimote nicht machbar ist. Die Wii MotionPlus hat aber eindeutig das Potential dazu und Nintendo liefert mit dieser “Schwertkampf”-Disziplin die erste Demonstration dazu ab, was uns in Zukunft dank der neuen Hardware erwarten wird. Ich bin sehr gespannt, was Drittentwickler aus [...] der neuen Hardware und den neuen Möglichkeiten rausholen werden!”

Jetzt, ein halbes Jahr später der Gegencheck: Hat Nintendo den Vorteil genutzt? Die Liste der unterstützten Spiele ist mickrig und umfasst weniger Titel als Tiger Woods Affären hatte. Die zwei spannendsten Spiele auf ihr sind noch nicht mal erschienen: Die Schwertkampforgie “Red Steel 2″ und natürlich das neue, große “Legend of Zelda”, welches ausufernd Gebrauch des Bewegeungssensors machen wird. Miyamoto sagte in einem Interview mit Wired: “The goal at this point is that we would make Wii MotionPlus required in order to play Zelda”.

Aber wo sind die Third Party Spiele? Außer Tennis und Golfen ist bisher seit Wii Sports Ressort kein nennenswertes Futter erschienen. Bis Zelda rauskommt, dürfte aber auch die Konkurrenz nicht untätig gewesen sein. Project Natal soll bereits November 2010 erscheinen. Und sollte Natal wirklich so gut funktionieren wie angekündigt, dann muss Nintendo wohl endlich härtere Geschütze auffahren. Genügend installierte Konsolen haben Sie ja. Und so, wie sich “Wii Sports Ressort” verkauft  hat, auch genügend MotionPlus Adapter. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, in 2010 endlich ein Lichtschwert-Spiel spielen zu dürfen…

Daumenkino

Ein Post-It, ein Filzstift, etwas zu viel Zeit und fertig ist das Daumenkino mit Jesus als Super Mario. Mehr braucht’s eigentlich nicht um unterhaltsam zu sein…

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Schließe dich 41 Followern an

%d Bloggern gefällt das: